Neues Gottesdienstformat gestartet

Harpstedt: Kirchengemeinden legen Fokus auf Familienarbeit

Die Familienkirche mit einem Puppenjungen und einem Schneckerich hat einen vielversprechenden Start als neues Gottesdienstformat hingelegt. Von links: Lani und Katja Hißnauer (Gesang/Bewegungen zu den Liedern), Tina und Eske Cohrsen sowie Ilka Major (Moderation), Lissia und Tanja Hofmann (Gesang/Bewegung) sowie Holly Ilchmann (Gesang).
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Die Familienkirche mit einem Puppenjungen und einem Schneckerich hat einen vielversprechenden Start als neues Gottesdienstformat hingelegt. Von links: Lani und Katja Hißnauer (Gesang/Bewegungen zu den Liedern), Tina und Eske Cohrsen sowie Ilka Major (Moderation), Lissia und Tanja Hofmann (Gesang/Bewegung) sowie Holly Ilchmann (Gesang).

Harpstedt – Die „ökumenische Familienkirche“ hat am Sonntagvormittag in der Harpstedter Christuskirche einen guten Start hingelegt. Eingeladen hatten sowohl die evangelische als auch die katholische Gemeinde zum Thema: „Wie du mir, so ich dir!?“. Das neue Gottesdienstformat nahm Bezug auf Alltagssituationen. Etwa: Wie soll sich ein Kind, das im Kindergarten gehauen wird, verhalten?

Zurückschlagen oder versuchen, gemeinsam mit der Leiterin und den Eltern die Situation anders zu lösen? Dazu führte ein ökumenisches Team, der „Runde Tisch Familien“, unter der Leitung von Pastorin Hanna Rucks die Geschichte vom barmherzigen Samariter auf. Letzterer wiederum stand für das Motto „Wie du mir, so ich nicht dir!“. Also dafür, Gleiches nicht in „Auge um Auge, Zahn um Zahn“-Manier mit Gleichem zu vergelten.

„Der freche Puppenjunge Julius und der kleine Schneckerich Friedrich begleiten uns durch den Gottesdienst“, erläuterte Hanns Rucks. Die Gemeinde durfte wegen Corona nicht im Gotteshaus singen. Wer das indes zu Hause am Bildschirm tat, bekam im Livestream die Liedtexte sogar eingeblendet.

Handyfotos auf Leinwand projiziert

Pastorin Rucks ermunterte die Daheimgebliebenen, Fotos im Querformat auf ihr Handy zu schicken; die Bilder wurden im Anschluss an die Predigt auf eine Leinwand projiziert.

In einer kurzen Ansprache sagte Franz-Josef Franke, Referent vom Landesverband des Diakonischen Werkes Oldenburg, man hätte sich im Vorfeld Gedanken darüber gemacht, wie anderen Mitmenschen geholfen werden könne. „Es sollte ein Bibelwort enthalten sein. Es sollte etwas mit Katastrophen zu tun haben und ein Symbol beinhalten. Nach einigen Überlegungen kam uns die Idee, ein kleines Heft mit Pflastern von der Diakonie Katastrophenhilfe zu erstellen und es zudem mit einem Bibelwort zu versehen.“

Pflasterheft zum Mitnehmen

Wer wollte, konnte sich direkt in der Kirche ein solches Pflasterheft von einer gespannten Wäscheleine „abklammern“. „Wir werden allen, die in der Samtgemeinde Harpstedt wohnen und sich per WhatsApp bei Hanna Rucks melden, ein Exemplar vorbeibringen“, versprach Franke.

Das neue Gottesdienstformat sollte eigentlich bereits am 8. November 2020 seine Premiere erleben. Corona machte den Verantwortlichen einen Strich durch die Rechnung. Angedacht war damals, das Thema der Ökumenischen FriedensDekade aufzugreifen, die vom 8. bis 18. November mit Aktionen und Predigten Kirchenmitglieder in ihrem Engagement für den Frieden bestärken wollte.

Als Produkt des „Runden Tisches“ und ökumenisches Angebot entstand 2020 ein weiterer Spielkreis in den Räumen der katholischen Kirchengemeinde. Die Familienkirche ist ein weiterer Schritt, um die Familienarbeit in der Christ-König- und der Christusgemeinde aufleben zu lassen.  aro

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