Pastorin will auf dem Friedhof Blumenzwiebeln setzen

Kinderkirche: Buddeln ist angesagt

Freuen sich auf einen bunteren Friedhof: Gärtner Reinhold Jürgen und Pastorin Elisabeth Saathoff.
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Freuen sich auf einen bunteren Friedhof: Gärtner Reinhold Jürgen und Pastorin Elisabeth Saathoff.

Harpstedt – Nach einer Absage im Oktober lädt die evangelisch-lutherische Kirchengemeinde Harpstedt nun wieder zur Kinderkirche ein. Das für Samstag, 21. November, 10 Uhr, geplante Treffen soll allerdings komplett draußen sein, erläutert Pastorin Elisabeth Saathoff. Das sei der aktuellen Corona-Situation geschuldet. Passend zur Jahreszeit ist das Thema der Aktion: Es sollen Blumenzwiebeln gesetzt werden, und zwar auf dem Harpstedter Friedhofsgelände. Deshalb wird auch der dortige Gärtner Reinhold Jürgen am Samstag dabei sein. „Die Kinder sollen merken, dass der Friedhof ein schöner, friedlicher Ort ist“, erklärt Saathoff die Idee des Kinderkirchen-Termins. Ihr sei wichtig, dass die erste Begegnung mit diesem für die Kleinen positiv ist.

Gerade im November, in dem die Themen Tod und Sterben besonders präsent seien, wolle sie den Mädchen und Jungen zeigen, dass das Gelände zwischen Dünsener Straße und Börderweg auch ihnen offenstehe. Zugleich knüpfe die Pflanzaktion an diese Punkte an: „Blumenzwiebeln sind ein schönes Symbol für Begrabenwerden und Auferstehen“, findet die Pastorin. Denn die Zwiebeln sähen zunächst „tot“ aus, und wenn sie in die Erde eingegraben werden, verschwinden sie. Im März oder April, je nach Sorte, können die Kinder dann bei einem erneuten Besuch des Friedhofs sehen, was aus den angeblich unbelebten Knollen geworden ist: bunte Blumen.

Vier Blumensorten sollen wachsen

Für die Aktion hat Saathoff 90 Blumenzwiebeln gekauft, aus denen Hyazinthen, Krokusse, Tulpen und Narzissen wachsen sollen. Dass es sich dabei um mehrjährige Pflanzen handelt, sei ein positiver zusätzlicher Effekt der Sache: „Es wird dauerhaft bunter hier.“ Über die Unterstützung freut sich auch Friedhofsgärtner Jürgen: „Je mehr Helfer, desto besser.“ Für das Setzen der Knollen stünden verschiedene, derzeit unbepflanzte Flächen auf dem Gelände bereit – die Gräber seien natürlich ausgenommen.

Auf die Idee sei sie gekommen, weil sie von einer Kollegin wisse, die regelmäßig im Winter eine Friedhofsaktion mit den Kindern der Gemeinde veranstalte, erzählt Saathoff. Eine Geschichte, die sie gelesen habe und die auch die Mädchen und Jungen am Samstag hören werden, habe sie außerdem auf den Gedanken mit den Blumenzwiebeln gebracht.

Die Kinderkirche am Samstag steht Vier- bis Zwölfjährigen offen. Treffpunkt ist – egal, bei welchem Wetter – die Friedhofskapelle. Wichtig seien warme und gegebenenfalls auch Regenkleidung. Außerdem sollten die Kinder Arbeitshandschuhe und eine kleine Schaufel mitbringen. Eine Anmeldung vorab ist nicht nötig, vor Ort werden alle zur Kontaktverfolgung nötigen Daten erfasst.

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