25 Kinder begeistern mit Krippenspiel im DRK-Seniorenzentrum Harpstedt

Jesus verlangt nach seinem Schnuller

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Die sienjährige Josefin nahm als Zimmermann Josef ihre Vaterrolle sehr ernst.

Harpstedt - Von Anja Nosthoff. Mit einem Baby, der vier Monate alten Nora, als kleiner Jesus begann das Krippenspiel im DRK-Seniorenzentrum Harpstedt am Sonnabend. Doch bald zeigte sich, der jüngsten Darstellerin fehlte ein entscheidendes Utensil, um ruhig mitzuspielen.

Als Nora alias Jesus mitten im Krippenspiel anfing zu schreien, fand sie erst Trost auf „Papas“ Arm – beziehungsweise bei ihrer Schwester Josefin (7). Mit aufgemaltem Bart stellte diese nämlich den Zimmermann Josef dar. Irgendwann reichte das jedoch nicht mehr aus – auch mangels eines Schnullers, den man vor mehr als 2000 Jahren wohl noch nicht kannte. Josefin reichte ihre vier Monate alte Schwester Nora dann doch lieber an Mama Ulrike Nowotnick zurück. Eine Puppe ersetzte das Baby kurzerhand und ließ sich in Josefins Armen auch viel leichter trösten.

„Das ist die zweite Auflage unseres Krippenspiels. Im vergangenen Jahr hatten wir noch nicht so viel Zulauf, als wir Darsteller suchten. Dieses Mal haben sie uns fast die Türen eingerannt“, berichtete Nowotnick, die das Projekt wieder gemeinsam mit Pastorin Hannah Rucks auf die Beine gestellt hatte. Ganz begeistert zeigte sich Nowotnick nach der Aufführung von ihrer Gruppe. „Das haben die Kinder dieses Mal ganz besinnlich gemacht. Die Generalprobe in der Harpstedter Tagespflege Kleeblatt lief holpriger.“

Während Maria (Elisa Grohe) und Josef sich souverän um das Jesus-Baby kümmerten, verstärkten auch die Hirten, die heiligen drei Könige sowie eine große Engelschar immer wieder das Bühnenbild. Kreuz und quer liefen die kleinen Schäfchen herum, was allerdings niemanden störte, da die ein- bis zweijährigen „Lämmchen“ zwar gerade des Laufens mächtig waren, aber mit ihrer geringen Größe noch niemandem die Sicht versperrten.

„Die Mütter haben sich etwas einfallen lassen, damit die Kleinen wenigstens zu Anfang des Spiels bei ihren Hirten bleiben“, verriet Nowotnick lächelnd. Als „Schäfchenfutter“, das zu Anfang seine Wirkung auch nicht verfehlte, hielten Müsli-Drops her. Weitere Tiere, die Jesus in seiner Krippe besuchten, vervollständigten das Bild. Die Ruhe bewahrten bei dem munteren Krippenspiel Erzählerin Jade Buhlrich und Souffleuse Sarah Alina Lenzschau. Die beiden 14-Jährigen unterstützten ihre jüngeren Mitspieler und steuerten die Aufführung mit Zeichen, wenn es doch mal etwas holprig wurde.

Lieder wie „Stern über Betlehem“ und „Tragt in die Welt nun ein Licht“ lockerten die gespielte Weihnachtsgeschichte auf, die Pastor Timo Rucks übrigens mit seiner Videokamera für die Ewigkeit festhielt.

Das Ergebnis kam bei den Zuschauern bestens an. Ganz gerührt waren die Bewohner des Altenheims, als die Kinder zum Schluss jedem eine Tüte mit zwei Keksen in Kerzenform überreichten. Im vergangenen Jahr hatte die Gruppe um Rucks und Nowotnick ihr Krippenspiel in der Kirche aufgeführt. „Dieses Mal konnten wir dort keinen Termin bekommen, da in Harpstedt verschiedene Gruppen mit einem Krippenspiel auftreten“, berichtete Nowotnick. So kam die Aufführung im Seniorenzentrum zustande, die für die alten Menschen etwas ganz Besonderem war.

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