Bis Mitte 2017 soll der „Stein“ abgebaut sein / Richtfest in Cloppenburg für 2018 avisiert

Nur der Keller bleibt in Harpstedt

Diesen Schriftzug werden nicht nur Harpstedter schon bald im Museumsdorf Cloppenburg wiedersehen. - Foto: Bohlken

Harpstedt  - Bis Mitte kommenden Jahres soll die ehemalige Kultdisco „Zum Sonnenstein“ aus Harpstedt verschwunden sein – mit Ausnahme des Kellers. Die Wohnung, die Bestandteil der Immobilie ist, wird womöglich nach dem Wiederaufbau im Museumsdorf Cloppenburg für Dokumentations- und Ausstellungszwecke Verwendung finden. 2018 soll nach den Vorstellungen von Museumsdirektor Dr. Uwe Meiners zumindest Richtfest am „Stein“ gefeiert werden. Die Einweihung werde er selbst aber wohl bereits als Ruheständler erleben, sagte er am Donnerstag im Rat des Fleckens Harpstedt, der im Hotel „Zur Wasserburg“ tagte. Udo Maier (Bündnis 90/Die Grünen) hinterfragte, ob im Zuge des Wiederaufbaus auch die Vorgeschichte des „Steins“ als Hasselmannsches Tanzlokal Berücksichtigung finde. „Unbedingt“, erwiderte Meiners. Ganz viele Landdiscos seien nämlich genau so wie der „Stein“ entstanden. Gerade um die Tanzlokal-Vergangenheit nicht auszusparen, sei ja vorgesehen, Live-Bands auftreten zu lasen. „Vielleicht im Vierteljahresturnus“, so Meiners.

Irene Kolb (Grüne) wollte wissen, ob die gläserne Rauchertrennwand beim Wiederaufbau integriert werde oder nicht. Solche Feinheiten wollen zwar erst noch abschließend geklärt werden; Meiners könnte sich aber vorstellen, die Trennwand wieder einzubauen, spiegelt sie doch sozusagen die Folgen der gesetzlich verordneten Raucher-Ausgrenzung für die Gastronomie und damit eben auch ein Stück Disco-Geschichte wider.

Das Projekt fand im Rat volle Zustimmung und löste echte Begeisterung aus. „Eine dolle Sache“, urteilte Rolf Ranke (HBL).

Klaus Budzin (SPD) sprach sogar von einem „sensationellen Tag“ für den „Sonnenstein“. „Wenn wir den ,Stein’ in Cloppenburg wiedersehen, dann werden Sie mich da auch wiedersehen“, sicherte er Meiners zu. Das gleiche Versprechen gab Stefan Wachholder (CDU). „Unser Gemeindedirektor Ingo Fichter“, so führte er aus, „ist ja erst vor ein paar Jahren nach Harpstedt gekommen. Als über den Abriss des ,Steins’ beschlossen wurde, konnte er gar nicht nachvollziehen, warum wir so daran hängen. Jetzt, da sich das Museumsdorf der Disco annimmt, kommt er aber wohl so langsam dahinter.“

Die Kultdisco, so verriet Uwe Meiners in seinen Ausführungen, sei das erste Gebäude aus dem Kreis Oldenburg, das in das Museumdorf integriert werde. - boh

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