Gemeinde Colnrade gestattet weitere Nutzung

Kaufantrag für überpflügten Weg in Beckstedt abgelehnt

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Landwirt Geritt Lindemann soll als Ausgleichsmaßnahme einen Blühstreifen pflanzen.

Beckstedt - Von Alina Pleuß. Der überpflügte Feldweg in Beckstedt (wir berichteten) wird nicht verkauft. So entschied der Rat der Gemeinde Colnrade am Montagabend im Rahmen des nichtöffentlichen Teils der Sitzung im Dorfgemeinschaftshaus. Dennoch kam es zu einer Einigung zwischen Landwirt Geritt Lindemann und der Gemeinde: Aus wirtschaftlichen Gründen darf er das Teilstück des Weges weiterhin bewirtschaften. Er muss jedoch eine Gegenleistung erbringen.

„Für die Quadratmeterfläche, die dabei überpflügt wird, ist er verpflichtet, am Ackerrand einen Blühstreifen anzupflanzen“, betonte Colnrades Bürgermeisterin Anne Wilkens-Lindemann. Das betroffene Areal (rund 200 Quadratmeter) mache nur einen Viertel des gesamten Feldweges aus. Der Rest könne immer noch betreten werden.

Das Beckstedter Ehepaar Flämig gibt sich damit jedoch nicht zufrieden. „Wir halten es nicht für richtig, einen bestehenden Feldweg zugunsten eines Blühstreifens zu vernichten“, findet Anke Flämig. Das sende ein Signal für andere Landwirte, „unbequeme Feldwege einfach zu zerstören“. Auch die Sorge, dass der Blühstreifen irgendwann vergeht und sich nicht mehr darum gekümmert wird, beschäftigt das Ehepaar.

Die Bürgermeisterin hingegen betonte, dass Lindemann von der Gemeinde dazu aufgefordert wurde, den Blühstreifen jährlich zu erneuern. „Darauf werden wir ein Auge haben“, versicherte sie.

Zudem hätten einige Bürger angenommen, dass der versprochene Blühstreifen eine Ausgleichsmaßnahme des Netzbetreibers Tennet für den Bau der 380-kV-Leitung sei. Dies sei insofern ein Ärgernis, da Tennet den Blühstreifen „nur für fünf Jahre“ pflegen müsste. Danach sei Schluss. Wilkens-Lindemann konnte Entwarnung geben: „Wir sprechen da von einem ganz anderen Blühstreifen. Tennet pflanzt in der gleichen Gegend etwas an, das stimmt. Aber ansonsten hat das ganze Thema rund um den Feldweg nichts mit Tennet zu tun. Das wird ein ganz eigener Pflanzstreifen von Lindemann.“

Trotz des Für und Widers ist Anke Flämig weiterhin der Meinung, dass der Weg als Rückzugsort für die Tierwelt verloren geht.

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