Nach Qualen von Auto überrollt

Grausames Schicksal: Kater Freddy ist tot

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Freddy hat nicht überlebt.

Maine-Coon-Kater Freddy wurde brutal mit der Schermaschine gequält. Als wäre das nicht schon schlimm genug, muss Besitzer Thomas Wiegmann jetzt um Freddy trauern: Der Kater ist tot, überrollt von einem Auto.

Harpstedt –  Von Jürgen Bohlken. Thomas Wiegmann kann es nicht fassen: Jetzt ist sein anderthalbjähriger Maine-Coon-Kater Freddy tot. Als wäre es nicht schlimm genug gewesen, dass ein Tierquäler dem Stubentiger vor etwa einer Woche mit einer Schermaschine grobschlächtig und brutal das Fell gestutzt hatte (wir berichteten), setzte am Donnerstagabend gegen 19.15 Uhr ein Unfall dem Leben des jungen Haustieres ein Ende. 

Eine Harpstedterin überfuhr Freddy „Am Großen Wege“ (Landesstraße 341) in Harpstedt. Sie meldete sich danach bei der Polizei in Wildeshausen. „Es tat ihr selbst unglaublich leid. Sie hatte offenkundig keine Chance gehabt, dem Tier auszuweichen. Die Autofahrerin hat den Kater wegen des zuvor erschienenen Zeitungsberichts über das von einem Unbekannten geschorene Fell sofort wiedererkannt. Daher konnten wir den Halter schnell ermitteln“, vermeldete die Wildeshauser Polizei. Sie ist sich sicher: Mit der vorangegangenen Tierquälerei habe Freddys Tod nichts zu tun. 

Wurden auch Freddys Krallen beschnitten?

Gleichwohl entsetzt viele Harpstedter die Verkettung grausamer Ereignisse. So auch Thomas Wiegmanns Vater Diedrich. Dessen Frau Karin wiederum hatte unserer Zeitung am Donnerstagabend, kurz vor dem Unfall, in einem Telefonat mitgeteilt, womöglich habe der Kater am vorangegangenen Wochenende sogar noch Schlimmeres als bislang bekannt erlitten. Sie vermutete, der Tierquäler, der sich mit der Schermaschine am Fell verging, könnte sich zuvor an Freddys Krallen zu schaffen gemacht haben. Sollte sich dieser Verdacht bestätigen, spräche das womöglich für eine Beteiligung gleich mehrerer Täter. 

„Ein Kater lässt sich nicht ohne Gegenwehr das Fell abscheren“, sagte sich Karin Wiegmann. Diese Überlegung hatte sie dazu animiert, eine von Freddys vorderen Tatzen zu untersuchen. Sie vermutete, die Krallen könnten von dem oder den Tätern beschnitten worden sein, damit der Kater nicht mehr imstande wäre, sie wirksam zur Abwehr und Verteidigung einzusetzen. Als Karin Wiegmann die Pfote anfasste, bemerkte sie: Die Berührung tat Freddy weh. „Die Krallen in der Mitte waren weg; eine äußere war noch dran“, so ihre eigene Beobachtung. Ihre Schwester habe hingegen gesehen, wie der Kater zusammengezuckt sei, als das Tier mit einer Tatze eine Bordsteinkante streifte. 

Verfahren wegen Tierquälerei

Auf Facebook löste am Donnerstagabend bereits eine Äußerung, wonach Freddy die Krallen brutal herausgerissen worden sein sollen, Bestürzung und unbändige Wut auf den oder die vermeintlichen Sadisten aus. Karin Wiegmann selbst zog indes keine voreiligen Schlüsse. Sie nahm sich vor, Freddys Pfoten am Freitag von Tierärztin Wiebke Miesner genauer untersuchen zu lassen, konnte aber natürlich nicht ahnen, dass der Kater so plötzlich verenden würde. Diedrich Wiegmann will sich jetzt den toten Tierkörper anschauen, insbesondere die Tatzen. Er ist entschlossen, sich Gewissheit zu verschaffen, was Freddy wirklich hat erleiden müssen. Ein Strafermittlungsverfahren wegen Tierquälerei sei eingeleitet worden, teilte die Polizei auf Nachfrage mit.

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