„Prager“ steigern Lust aufs Schützenfest

Kapelle aus Buchenberg gestaltet die Nachfeier mit

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Bei ganz passablem Vatertagswetter eröffneten die „Prager“ ihr Himmelfahrtskonzert mit dem „Petersburger Marsch“ – wie schon seit 40 Jahren. Weitere Märsche, aber auch Pop und Schlager folgten. Das Koems-Gelände füllte sich recht flott.

Harpstedt - Von Jürgen Bohlken. Mit volkstümlichen Weisen, Schlagern und Pop haben die Harpstedter „Prager“ um ihren Dirigenten Steffen Akkermann an Himmelfahrt beim Freiluftkonzert vor zahlreichen Zuhörern auf dem Koems-Gelände die Lust auf die nahende Schiebenscheeten-Woche noch gesteigert. Darauf freut sich das Blasorchester diesmal sogar doppelt, denn es erwartet Besuch aus dem Allgäu.

Die Musikkapelle Buchenberg weilt vom 9. bis zum 11. Juni zusammen mit fünf Begleitpersonen und zwei Busfahrern in Harpstedt und gestaltet auch die Bürgerschützenfest-Nachfeier am Sonnabend, 10. Juni, mit. Deren Ablauf soll diesmal ausnahmsweise geändert werden: Die Bürgerschützen-Rotts werden, so der Plan, nach der Ankunft auf dem Koems-Gelände nicht in ihre Quartiere einrücken, sondern gesammelt in den Saal. Dort wollen ihnen die bajuwarischen Gäste von 17 bis 20 Uhr unter Mitwirkung von „Pragern“ und Mitgliedern des Jugendblasorchesters der Freiwilligen Feuerwehr Beckeln eine Mordsgaudi mit viel Live-Musik bereiten, ehe beim nachfolgenden Schiebenscheeten-„Finale“, einem öffentlichen Festball, DJ Jürgen Brüns das „Ruder“ als Stimmungsmacher im Koems übernimmt.

Schifffahrt und Altstadtbummel

Ob es bei diesem Ablauf bleibt, stellt sich allerdings erst an diesem Freitag heraus, wenn Oberst Rolf Ranke die Ergebnisse der nichtöffentlichen Himmelfahrtsversammlung der Offiziere und Korporäle – und damit auch den Zuschnitt der Festwoche – bekannt gibt. Die Idee, die Rotts schon am Nachmittag zusammenzuführen, findet anscheinend nicht nur Zustimmung: Die dritte Korporalschaft soll angekündigt haben, wie bislang im Lämmerkoven „nachzufeiern“. 

Fest steht: Die Buchenberger werden am Nachfeier-Sonnabend in einem der vier Rotts antreten und im Umzug zum Marktplatz sowie anschließend zum Koems-Gelände mitmarschieren. Erstmals weilten sie 2009 im Flecken, damals aus Anlass der 500-Jahr-Feier der Bürgerschützen – auf Initiative des in Harpstedt heimisch gewordenen Bayern Wolfgang Krössing, der von seinen guten Kontakten in die alte Heimat profitierte. Mit den „Pragern“ knüpfte die Kapelle freundschaftliche Bande.

Im Allgäu zu Hause und in Kürze in Harpstedt zu Gast: die Musikkapelle Buchenberg.

Zweimal, 2010 und 2014, fuhr das Harpstedter Blasorchester ins Allgäu. Und nach 2009 und 2012 kommen die Buchenberger nun zum dritten Mal in den beschaulichen Flecken an die Delme. Nach etwa zehnstündiger Fahrt sollen sie am Freitag, 9. Juni, um 8 Uhr früh beim Feuerwehrhaus eintreffen. Die Unterbringung erfolgt mit wenigen Ausnahmen in den privaten Wohnungen und Häusern der Gastgeber. Die „Prager“ haben extra wegen des Besuches ein Orga-Team gebildet, bestehend aus Katrin Abel, Iris Klingebiel, Ralf Holzschuher, Klaas Akkermann und Rainer Windhusen. Die Gäste möchten nämlich schon ein bisschen sehen von Harpstedt und „umzu“. Vor allem zieht es sie ans Wasser. Daher geht’s nur wenige Stunden nach ihrer Ankunft gemeinsam nach Bremen. Dort gehen alle Beteiligten an Bord der „Gräfin Emma“. Der geplanten Schifffahrt auf der Weser soll ein Bummel entlang der Schlachte und durch die Altstadt folgen. Mit einem zünftigen Grillen bei Regina und Frieder Eiskamp auf dem „Dreiangel“ in Harpstedt sowie mit einer Party klingt der Tag aus.

Den Sonnabendvormittag können die Familien mit ihren Gästen je nach Lust und Laune frei gestalten. Der weitere Tag steht im Zeichen der Nachfeier. Am Sonntag gibt es ab 11 Uhr einen zünftigen – nicht öffentlichen – Frühschoppen auf dem „Dreiangel“ mit musikalischen Einlagen, ehe sich die Bajuwaren gut gestärkt am frühen Nachmittag in Richtung Heimat verabschieden. Besonders gern erinnern sich die „Prager“ an ihre Teilnahme am Hauchenberg-Ringtreffen (2014) in Buchenberg zurück. Zwar scheiterte damals der Weltrekordversuch, die größte spontane Frauenblaskapelle zu bilden, aber die Stimmung während des Events sei „super gewesen“, und „wir sind voll in das Programm eingebunden worden“, entsinnen sich Svenja Sander, Rainer Windhusen und Frieder Eiskamp.

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