Junges Paar kann nun aufatmen

Tierheimplatz für Cäsar gefunden

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Die Bisswunden, die Cäsar verursacht hat, haben das Opfer deutlich gekennzeichnet.

Dünsen -  Cäsar*, der Mischlingsrüde, der nach einer Beißattacke indirekt dafür „gesorgt“ hatte, dass ein Paar aus Dünsen sein eigenes Baby in die Obhut von Angehörigen geben musste, ist raus aus der Wohnung der jungen Eltern –und das Kind wieder bei ihnen.

Edith Kaminsky von der Tierschutzgruppe Wildeshausen hat für den kleinen Mischling einen Platz im Bremer Tierheim an der Hemmstraße organisiert. Monique Rothenhöfer, eine Bekannte, die dem jungen Paar helfend zur Seite stand, obwohl sie selbst das Opfer der erwähnten Hundebisse war, ist überglücklich: Kaminsky habe sich das Problem sowie die Hintergründe angehört und sofort erkannt, dass Baby und Hund schnell geholfen werden müsse.

Helferin, der es nicht an Empathie mangelt

„Endlich! Das ist wirklicher Tierschutz“, urteilt Rothenhöfer. Eine ähnlich unbürokratische Hilfe hätte sie sich nach vielen ernüchternden Telefonaten auch von anderer Seite gewünscht, etwa von Behörden oder vom Tierheim in Bergedorf. Doch oftmals mangelte es offenkundig an Empathie. Sie solle „endlich Ruhe geben“, sich „raushalten“ und sich um ihre Bisswunden kümmern – sogar solche Worte bekam Rothenhöfer mach eigenem Bekunden zu hören. Von wem? Das muss an dieser Stelle ungeschrieben bleiben, weil es für die angeblichen Äußerungen keine Beweise gibt. 

Kaminsky nahm indes die Zügel in die Hand und telefonierte bis zum Donnerstagabend herum, ehe sie vermelden konnte, ein Tierheimplatz sei gefunden. Die Übergabe ging am Freitag reibungslos über die Bühne. Monique Rothenhöfer gab Cäsar selbst beim Tierheim in Bremen ab; sie musste sich dort natürlich auch ausweisen. 

Ihre eigene Mutter hatte übrigens bislang zweimal die Woche ehrenamtlich für das Tierheim Bergedorf gearbeitet. Das ist jetzt vorbei. Die Frau sieht nach der Geschichte mit Cäsar nicht mehr ein, warum sie die kommerzialisierte Tierunterbringung unterstützen sollte. Sie will sich stattdessen nun für „echten Tierschutz“ engagieren. Am Rande sei vermerkt, das der Tipp, sich an Kaminsky zu wenden, von unserer Zeitung kam – und nicht von einer der involvierten Behörden. 

boh

*Name geändert.

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