Jahreshauptversammlung des Hegerings Harpstedt / Vorstellung des Streckenberichtes

Kritik an neuer Jägerverordnung

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Der Vorstand und die Geehrten: Rudolf Alfken, Rudolf Krempin, Rolf Rohlfs, Alfred Gaumann, Heinz Witte , Hans-Hermann Strodthoff und Karl-Wilhelm Jacobi (v.l.) .

Harpstedt/Klein Ippener - Der Saal von „Hackfelds Dorfkrug“ in Klein Ippener war am Donnerstag voll besetzt. Der Grund: Der Hegering Harpstedt hatte zu seiner Jahreshauptversammlung eingeladen.

Vorsitzender Rudolf Alfken eröffnete die Veranstaltung und blickte auf die Ereignisse des abgelaufenen Jagdjahres zurück, das vor allem von dem Unmut der Jägerschaft über den Gesetzentwurf der Landesregierung geprägt gewesen war. Scharfe Kritik übte der Hegering an der neuen Jagdverordnung.

Dass Jäger nach wie vor in der Öffentlichkeit nichts zu lachen haben, daran ließ auch der Vorsitzende der Jägerschaft Oldenburg-Delmenhorst, Karl-Wilhelm Jacobi, keinen Zweifel. Im Gegenteil, durch die neue Novellierung des Landesjagdgesetzes wird es künftig immer mehr Einschränkungen bei der Jagd geben. In der Verordnung hatte Landwirtschaftsminister Christian Meyer angekündigt, beispielsweise Gänse vollständig aus der Bejagung zu nehmen. „Ein völliger Unsinn. Die Gänse vermehren sich enorm schnell“, sagte Jacobi.

Wie viel Wild die Jäger in der vergangenen Saison geschossen haben, erklärte Alfken detailliert im Streckenbericht des Hegeringes: Beim Damwild waren dies 160 Tiere (eins weniger als in 2013/14). Die Jäger erlegten 73 weniger Stück Rehwild als in der vergangenen Saison. 125 Wildschweine wurden geschossen, 38 mehr als im Vorjahr. „Besonders im Bereich Ippener gibt es viel Schwarzwild, das einige Schäden anrichtet“, sagte Alfken. Was das Raubwild angeht, so ergibt sich ein uneinheitliches Bild. Der Streckenbericht weist 45 Füchse mehr als in 2013/14 aus, aber sieben Dachse weniger. 916 Stück Federwild kam den Jägern vor die Flinte, das sind 21 weniger als im Vorjahr.

Aber nicht nur der Streckenbericht stand auf dem Programm, sondern auch Ehrungen. Alfken überreichte Rudolf Krempin und Hans-Hermann Strodthoff – jeweils für ihre 25-jährige Vereinszugehörigkeit – sowie Rolf Rohlfs, Alfred Gaumann und Heinz Witte, die seit 50 Jahren aktiv sind, Ehrenurkunden.

jb

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