Inspiriert von Joni Mitchell und Norah Jones: Elisabeth Cutler stellt ihr Album „Polishing Stones“ im „Liberty‘s“ vor

Zwischen Leichtigkeit und Melancholie

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Europäisches Lebensgefühl und Gefühlsleben unterstreicht Elisabeth Cutler auf ihrem aktuellen Album.

Harpstedt - Von Jürgen Bohlken. Ihre Songs ließen einen „intelligenten, nach innen gerichteten, verstohlenen Blick wie durch ein mehrfarbiges musikalisches Prisma“ erkennen, urteilt das „Guitar Player Magazine“ über Elisabeth Cutler. „Polishing Stones“ heißt das aktuelle Album der aus Boston stammenden US-Amerikanerin, die in Italien lebt. Kostproben daraus und aus früheren Tonträgern gibt sie am 24. November ab 20 Uhr im „Liberty‘s“ in Harpstedt. Damit findet die Reihe „Kultur am Donnerstag“ eine Fortsetzung, diesmal ausnahmsweise an einem Dienstag. Der Eintritt ist frei.

Inspiration für ihr eigenes Schaffen zog die Singer-Songwriterin aus der Musik von Joni Mitchell, Diana Krall und Norah Jones. Letzterer kommt sie sogar stimmlich nahe. Ihr eigener, sehr dynamischer Stil lässt Anleihen an Folk genauso erkennen wie an Jazz. Die Fachpresse spricht von „smart geschliffenem Akustik-Pop“, in dem Intimität, Aufrichtigkeit und Eleganz auf reizvolle Weise verschmelzen.

Mehr als beachtliche Qualitäten werden der in Nordamerika aufgewachsenen Künstlerin als Gitarristin nachgesagt. Ihr musikalisches Handwerk erlernte sie in Boston und Nashville. Wie das europäische Publikum „tickt“, weiß Cutler aus rund zehn Jahren europäischer Tour-Erfahrung. Sie hat aber auch schon auf großen Bühnen in den USA gestanden und bei renommierten Events wie dem „New Orleans Jazz and Heritage Festival“ oder dem „Kerrville Folk Festival“ mitgemischt.

In den Hügeln außerhalb Roms schrieb sie die Songs für „Polishing Stones“. Aufgenommen und bearbeitet hat sie Filippo De Laura. Die Kooperation mit diesem Produzenten war schon 2009 bei Cutlers Album „Slow Release“ auf fruchtbaren Boden gestoßen. 2008 hatte die Singer-Songwriterin Gelegenheit gehabt, mit De Laura an einem Soundtrack zu arbeiten: Für die italienische Warner-Bro-thers-Produktion „Ultimi Della Classe“ schrieb sie vier Songtexte.

Ihr aktueller Tonträger ist bereits der sechste, mit dem sie von sich reden macht. Er reflektiert mit warmer Stimme Cutlers Gefühlsleben und Lebensgefühl in Europa. Die Texte handeln etwa von Geduld und Trost in der Einsamkeit, münden aber mitunter in sinnlich- glühende Schilderungen von romantischer Liebe.

Das dezent instrumentierte, gleichwohl imponierend kraftvolle Album kommt in einem zuweilen „spacigen“ und auf Gitarren basierenden Sound daher. Es entstand in Zusammenarbeit mit süd- und nordeuropäischen musikalischen Freunden der Künstlerin. Es scheint Elisabeth Cutlers natürliche Stärke, aber zugleich auch ihre Verwundbarkeit zu unterstreichen.

„Ich fühle, dass der Sound und die Arrangements von ,Polishing Stones‘ meine Liebe für Gitarren und andere Saiteninstrumente widerspiegeln, ebenso meine Neugierde an Kulturen und mein Interesse an den Beziehungen des menschlichen Geistes. Wir beabsichtigten, einen aufregenden Dialog zwischen den Instrumenten zu schaffen. Dieses Album wurde in Rom in verhältnismäßig kurzer Zeit aufgenommen. Absichtlich mit einer vorsichtigen Spontanität, sodass es einer Konzertaufnahme sehr nahe kommt, zumal die meisten Alben heutzutage auf Konzerten verkauft werden“, sagt Cutler.

Hörproben der neuen Songs sind im Internet anklickbar.

www.jpc.de/jpcng/poprock/detail/-/art/elisabeth-cutler-polish-stones/hnum/6678864

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