Initiative: Einwohner haben‘s in der Hand

Bürgerbus: „Dünsen macht ernst“

Dünsen - Von Jürgen Bohlken. „Dünsen macht ernst!“ Mit diesem Slogan setzt sich eine Initiative um Ralph Altendorf für einen Bürgerbus ein, der Dünsenern mehr Mobilität ermöglichen will. Insbesondere Menschen, die in ihren Chancen, von A nach B zu kommen, eingeschränkt sind – sei es, weil sie kein Auto haben, wegen eines Handicaps oder etwa aus Altersgründen. Zunächst wird nun der Bedarf ermittelt.

Der „fehlende“ Bürgerbus war kürzlich während einer Veranstaltung auf Initiative der Dünsener Bürgerliste (DBL) zur Zukunft und den Perspektiven der Gemeinde im „Landhaus“ von Udo Sandkuhl zur Sprache gekommen.

Inzwischen gibt es Ideen, wie ein solches Angebot aussehen könnte. Danach soll der Bus bis zu viermal täglich innerhalb eines Umkreises von 15 bis 20 Kilometern um den Ort verkehren. In Dünsen sind etwa zehn Haltestellen avisiert, damit „für jeden Bürger kurze Gehwege zum Bus entstehen“. Zudem könnte für Notfälle die Möglichkeit eines direkten Hol- und Bringservices geschaffen werden. „Egal, ob Einkäufe, Bank- und Arztbesuche in Harpstedt oder Behördengänge in Wildeshausen: Wir wollen, dass besonders Senioren und gehandicapte Menschen, die entweder kein Auto besitzen oder es – aus welchem Grund auch immer – nicht nutzen können, flexibel auf die Gegebenheiten des Alltags reagieren können“, umreißt Ralph Altendorf die Pläne. Die Wartezeiten sollen so kurz wie möglich gehalten werden und ehrenamtliche Fahrer und Fahrerinnen den Bürgerbus lenken. Wie Bürgermeister Hartmut Post bereits angedeutet hat, gibt es offenkundig genug Freiwillige, die bereit wären, Fahrdienste zu übernehmen. Den Fahrgästen soll ein kleiner Obolus abverlangt werden, „um die Mindestkosten zu decken“. Natürlich sei ein solches Vorhaben mit „Planung und Geld verbunden“, weiß Altendorf. Daher will die Initiative erst einmal das tatsächliche Interesse feststellen. Die Bürgerinnen und Bürger aus Dünsen hätten es selbst in der Hand, darüber zu entscheiden, „ob es einen Bürgerbus geben soll oder nicht“. Sie können bis zum 15. Januar kommenden Jahres formlos einen Brief oder eine Karte an die Bürgerbusinitiative/Ralph Altendorf, Am Hang 3, 27243 Dünsen, schicken und sich erklären, ob sie ein solches Angebot wünschen. Die Einwohner sind auch aufgefordert zu notieren, zu welchen Zeiten und aus welchen Gründen es für sie wichtig wäre, den Bürgerbus zu nutzen.

„Wenn wir nicht mindestens 20 Meldungen erhalten, wird sich ein Bus nicht lohnen“, weiß Altendorf. Daher bittet er die Dünsener darum, auch ihre Nachbarn über die Initiative und die Bedarfsermittlung zu informieren – insbesondere solche, die keine Tageszeitung abonniert haben. Das Ergebnis werde mit Spannung erwartet und zu gegebener Zeit dann über die Presse publiziert.

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