Bürger entsorgt Steine am Waldgebiet Sprengelsberg in Groß Ippener und wird beobachtet

Illegaler Schutthaufen vor Brandschutzweg

Direkt vor einem Brandschutzweg wurden die Gasbetonsteine abgeladen. Foto: Pleus

Groß Ippener – Das ist richtig unverschämt: Ein gedankenloser Zeitgenosse hat am Montag um 21.55 Uhr einen rund 16 Kubikmeter umfassenden Schuttberg aus Gasbetonsteinen an der Siekstraße in Groß Ippener in der Natur abgeladen. Dieser lag auf Höhe des Waldgebietes Sprengelsberg.

Bei seiner Tat wurde der Müllsünder offenbar von einem Mitbürger beobachtet. Dieser meldete am Dienstag das Kennzeichen des Transporters bei der Polizei in der Gemeinde Weyhe. Von dort ging die Nachricht an Andreas Wieting im Polizeikommissariat Wildeshausen. „Der Laster ist auf eine Bremer Firma angemeldet“, bestätigte der Umweltpolizist am Freitag. „Wir klären jetzt, wer der Fahrer gewesen ist. Es kann ja auch sein, dass sich jemand den Wagen ausgeliehen hat.“

Der Schuttberg wurde mittlerweile auf Veranlassung des Landkreises Oldenburg komplett abtransportiert. „Der Verursacher muss alle Kosten für die Entsorgung sowie die fällige Strafe zahlen“, betonte Pressesprecher Oliver Galeotti.

Die illegale Mülllagerung war offenbar mehreren Personen aufgefallen. Am Mittwoch hatte ein Bürger den Schutthaufen an Groß Ippeners Bürgermeister Georg Drube gemeldet, der daraufhin die Samtgemeindeverwaltung in Harpstedt informierte.

Die wilde Kippe ärgerte auch den stellvertretenden Bürgermeister in Groß Ippener, Stefan Pleus, maßlos: „Das Handeln des Umweltsünders ist an Dreistigkeit kaum zu überbieten“, betonte er. Der Bauschutt sei zu allem Überfluss auch noch genau in die Zufahrt eines gerade erst im vergangenen Jahr angelegten Brandschutzweges abgekippt worden. „Vor dem Hintergrund des großen Waldbrandes in Ostdeutschland und der ausgetrockneten Wälder auch hierzulande ist das Verhalten verachtenswert“, ergänzte Pleus. „Alle sprechen zudem von einem nachhaltigen Umgang mit Natur und Landschaft. Pappbecher und Strohhalme werden verboten. Auf der anderen Seite sind Vorfälle wie jetzt in Groß Ippener die gelebte Realität einiger Mitbürger“, bedauerte Pleus, der sich umso mehr freute, dass der Verursacher diesmal so schnell gefunden werden konnte und zur Rechenschaft gezogen wird.  dr

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