25 Jahre im öffentlichen Dienst

Lob, Dank und Blumen für Erzieherin Heike Decker

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Gleich zwei Blumensträuße erhielt Heike Decker (Mitte) am Donnerstag anlässlich ihres Dienstjubiläums im Amtshof – einen überreichte Samtgemeindebürgermeister Herwig Wöbse; der andere kam im Namen des Personalrates von Maren Jehlicka.

Colnrade/Harpstedt - Von Jürgen Bohlken. Ihre Arbeitskollegen sowie die Mädchen und Jungen aus dem Colnrader Kindergarten „Lummerland“ überraschten sie mit einer „25“ aus gebackenen Muffins. Heike Decker revanchierte sich mit einem Bonbonregen.

Seit einem Vierteljahrhundert ist die Erzieherin im öffentlichen Dienst beschäftigt – davon 24 Jahre in leitender Funktion. „Wir bilden heute mal einen Stuhlkreis“, flachste Samtgemeindebürgermeister Herwig Wöbse am Donnerstag während einer kleinen Feierstunde zu Ehren der Arbeitsjubilarin im Trauzimmer des Harpstedter Amtshofes. 

Und im wahrsten Sinne des Wortes in einer gemütlichen „Runde“ plauderten Wöbse, sein Stellvertreter Ingo Fichter, Sozialamtsleiterin Edda Masemann, ihr Verwaltungskollege Andreas Gralheer und Maren Jehlicka aus dem Personalrat mit Heike Decker über ihren Werdegang und den heutigen Alltag der Erzieherinnen in den Kitas. „Es hat mir immer Spaß gemacht, Menschen um mich zu haben“, bekundete die Jubilarin. In der Landwirtschaft aufgewachsen, musste sie sich früher häufiger um ihre zehn Jahre jüngere Schwester kümmern. Von daher war die Berufswahl womöglich ein wenig vorherbestimmt.

Seit Bestehen des Kindergartens Leiterin

Seit Bestehen des Colnrader Kindergartens leitet Decker diese Kita, die 1996 ihr damals neues Domizil bezog. Das „Lummerland“ ging aus einem Spielkreis hervor, der schon seit 1974 bestand. Dort wiederum hatte Decker zunächst 1994 vertretungsweise die Leitung übernommen.

Vier Jahre Ausbildung lagen hinter ihr. „Während des Vorpraktikums im ersten Jahr in Wildeshausen gab’s gerade mal 200 DM Monatspauschale“, plauderte sie ein wenig aus dem Nähkästchen. Die zweijährige Fachschule für Sozialpadagogik durchlief sie in Oldenburg und Hannover. Das Anerkennungsjahr absolvierte Heike Decker indes wiederum in Wildeshausen.

Dort wohnt die zweifache Mutter, die in ihrem Berufsleben auch Erfahrungen im sonderpädagogischen Bereich gesammelt hat, auch heute noch. Im Gedächtnis geblieben ist ihr ein Kinderfest bei der Firma Stöver in Aldrup. In diesem Zusammenhang lernte sie Ilse Ostersehlt kennen. Die stand ihr dann als Kollegin in Colnrade lange zur Seite, ehe sie in den Ruhestand ging. Aktuell werden 20 Mädchen und Jungen im „Lummerland“ betreut, wobei sich eine gleichbleibende Tendenz für die nächsten Jahre abzeichnet. „Das ist eine optimale Gruppenstärke“, findet Heike Decker. „Wir haben auch schon Jahre mit 26 und andere mit nur 14 Kindern gehabt.“

Herausforderungen sind gewachsen

Dass die Herausforderungen gewachsen sind, merkte Herwig Wöbse an. Kindergärten würden heute schon als Bildungseinrichtungen wahrgenommen. Umso mehr freue sich die Samtgemeinde über eine so erfahrene und souveräne Fach- und Leitungskraft wie Heike Decker. Ihre Kolleginnen, so hob er hervor, bescheinigten ihr einen hohen Grad der Identifikation mit dem „Lummerland“; die Kita sei ihre „zweite Heimat“, sagte Wöbse, der neben Blumen eine gerahmte Dankesurkunde überreichte.

Der Kindergarten mischt sich möglichst nicht ins Elternhaus ein, und umgekehrt gilt dasselbe – mit diesem Grundsatz ist das „Lummerland“ nach Ansicht von Heike Decker bislang gut gefahren. Gleichwohl weiß sie durchaus, dass Verhaltensauffälligkeiten im Vorschulalter mit der Erziehung zu tun haben können, ebenso mit der Berufstätigkeit oftmals beider Eltern, mit veränderten Spielgewohnheiten, mit der mitunter übertriebenen Nutzung von PC, Laptop und Spielkonsole sowie „mit unserer schnelllebigen Zeit“.

Und, ja, es stimme: Die Eltern mischten sich stärker ein als früher; sie seien allerdings vielfach auch zugleich bereit, den Kindergarten nach Kräften zu unterstützen. Die Freude am Beruf ist Heike Decker jedenfalls nicht vergangen. Gehe der Trend in Wirtschaft und Gesellschaft zur Spezialisierung, so „haben wir in unserem Beruf eine enorm große Vielfalt“. Und genau das gefällt der langjährigen Erzieherin.

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