Ihre 106 „Lenze“ sieht Johanne Meyerholz niemand an / Älteste Einwohnerin

Die elfte Null im Blick – und dabei erstaunlich fit

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Kaum zu glauben, aber wahr: Johanne Meyerholz (l.), hier im Bild mit ihrer Tochter Edith, ist seit heute 106 Jahre alt. Die Seniorin wohnt im Hildegard-Stift in Groß Ippener.

Gross Ippener - Von Anja Rottmann. Als Johanne Meyerholz zur Welt kam, regierte mit Wilhelm II. noch ein Kaiser das Deutsche Reich.Beide Weltkriege hat sie bereits bewusst erlebt, den ersten als Kind, den zweitenschon als erwachsene Frau. Mittlerweile ist die Seniorin, die im Hildegard-Stift in Groß Ippener lebt, die älteste Einwohnerin der Samtgemeinde Harpstedt. Heute feiert sie ihren 106. Geburtstag. Obwohl sie die elfte Null bereits im Blick hat, wirkt sie ausgesprochen rüstig, ja fit. Ihr hohes Alter sieht ihr niemand an.

Anlässlich ihres Ehrentages bekam die betagte Dame zahlreiche Blumensträuße überreicht, so auch von Samtgemeindebürgermeister Herwig Wöbse. Die Bewohner des Hildegard-Stifts stimmten das Lied „Großer Gott, wir loben dich“ an, begleitet von einer Mundharmonika.

„Wir möchten mit Ihnen gemeinsam noch schöne Stunden oder auch Jahre verbringen“, sagte Heimleiterin Petra Kszyminski in einer kurzen Ansprache. „Wir danken dir für all das Gute, das du uns allen hast zukommen lassen. Besonders für deine aufmunternden Worte, das befreiende Lächeln und den schönen Humor“, fand eine Bewohnerin des Seniorenheims sehr persönliche Worte.

Johanne Meyerholz ist kein Ippeneraner oder Harpstedter „Urgewächs“. Sie wurde am 16. Juli 1909 in Delmenhorst geboren. Als ihr Mann 1970 starb, lebte sie bis zu ihrem 100. Geburtstag allein. Die nachfolgenen drei Jahre verbrachte sie bei ihrer Tochter Edith. Nach einem Sturz bekam sie einen Platz im Hildegard-Stift, das sie nun seit drei Jahren ihr Zuhause nennt. Die Familie Meyerholz zählt mittlerweile fünf Generationen. Edith, die Tochter der Jubilarin, ist schon 82 und Sohn Harry 78 Jahre alt. Zu den „Lieben“ des betagten „Geburtstagskindes“ zählen außerdem sechs Enkel, neun Urenkel und drei Ururenkel.

Die fitte Jubilarin fühlt sich im Seniorenheim sehr gut aufgehoben. Kegeln, Singen und Sitzgymnastik zählen zu ihren Hobbys. Auch outet sie sich als großer Fan von Werder Bremen. Jedes Fußballspiel der Grünweißen verfolgt sie am Radio.

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