Acht Kinder nehmen am Selbstbehauptungskurs teil 

„Ich dachte, dass Reiten nur was für Mädchen ist“

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Viel Spaß hatten die Jungs nach anfänglichen Bedenken am Reiten.

Landkreis - Drei Tage volles und erlebnisreiches Programm hatten jetzt acht Jungen im Alter von acht bis zehn Jahren, die am Selbstbehauptungskurs in Hespenbusch (Gemeinde Großenkneten) teilgenommen haben. Es war das dritte Mal, dass es solch einen Kurs auch für Jungen aus dem Landkreis Oldenburg gab. Unter dem Motto „Heldenspiele – Jungen stärken“ gab es einen Stockkampf, Spiele für Draußen, Lagerfeuer und Reiten.

Auch wenn Letzteres zunächst sehr zurückhaltend von den Jungen angenommen wurde, entpuppte sich das Reitangebot dann aber als Renner. „Ich hatte erst gedacht, dass das doch nur was für Mädchen und für Jungs eher peinlich ist. Aber als ich auf dem Rücken des Pferdes gesessen habe, gefiel mir das dann doch gut“, sagte der achtjährige Bidjo aus Kreyenbrück. Doch trotz allem hat ihm auch das Lagerfeuer mit Stockbrot backen gefallen.

Dagegen fand der zehnjährigen Finn aus Ganderkesee zu Beginn die Sache nicht so toll. Er wäre am liebsten gleich wieder nach Hause gefahren. „Als wir dann aber schon am ersten Tag etwas mit Pferden gemacht haben, fand ich es doch toll. Nun möchte ich gerne noch länger hier bleiben“, sagte er.

Wie es auch schon seit 13 Jahren den Kursues „Mädchenträume“ gibt, so ist dieses Angebot nur für Jungen vorgesehen. Dabei bietet der Stockkampf Raum, um die eigene Beweglichkeit und Koordination zu verbessern und Stärken zu erproben. „Die Arbeit mit Pferden ist unter anderem gut, um ein besseres Körperempfinden zu entwickeln“, erklärte Brigitte Malcharczyk, die zusammen mit dem Team der Sozialpädagogen des Landkreises Oldenburg dieses Projekt leitete.

„Wir haben mit dieser Ferienmaßnahme gute Erfahrungen machen können“, sagte Beate Pollak vom Jugendamt. Weitere pädagogische Hilfen gab es zudem von Ebba Ache und Stefan Diekemeyer. Neben den praktischen Angeboten befasst sich das Team in Gesprächen mit den Teilnehmern insbesondere damit, was es mit dem Thema „Jungen und Kampf“ auf sich hat. „In der praktischen Auseinandersetzung wurde von den Teilnehmern ein armlanger Stock angefertigt, der zum Stockkampf eingesetzt wurde“, erklärte Malcharyzyk. Doch der sei kontrolliert gewesen, und es habe genaue Regeln gegeben: „Mit den Stöcken werden festgelegte Angriffe mit den entsprechenden Abwehrtechniken eingeübt. Mit zunehmender Übung variieren die Möglichkeiten, agieren und reagieren zu können. Doch dabei dürfen sich nur jeweils die Stöcke berühren, Körperkontakt ist natürlich strengstens untersagt.“

jb

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