Matthias Stührwoldt begeistert Publikum in der Zufluchtskirche

Humorvolle Anekdoten eines Landwirtes

Matthias Stührwoldt (Zweiter v.r.) mit dem „Glockenturm-Team“ Andrea und Frank Schadwinkel (v.l.) sowie Meike Schmidt. Foto: Rottmann
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Matthias Stührwoldt (Zweiter v.r.) mit dem „Glockenturm-Team“ Andrea und Frank Schadwinkel (v.l.) sowie Meike Schmidt.

Dünsen – Nach dem Auftritt im März 2018 verstand es Matthias Stührwoldt auch am Freitagabend wieder, die Zuhörer in der voll besetzten Zufluchtskirche in Dünsen zum Saisonende der Reihe „Kultur am Glockenturm“ zu begeistern. Bereits sein erster Satz: „Moin, mein Name ist Matthias Stührwoldt, ich betreibe in Stolpe, Kreis Plön in Schleswig-Holstein, einen Bio-Milchviehbetrieb und habe fünf Kinder. Ach ja, einen Fernseher besitzen wir auch“, sorgte für Erheiterung. Der 51-Jährige ist gelernter Landwirt, absolvierte eine Ausbildung zum Erzieher und bewirtschaftet seit 1998 den elterlichen Hof, den er 2002 auf ökologische Landwirtschaft umstellte. Seit 28 Jahren sind er und seine aus Achim stammende Frau Birte verheiratet.

Seine humorvollen, unterhaltsamen Geschichten und Anekdoten handeln vom Leben auf dem Land. In seinem Bühnenprogramm vermittelt Stührwoldt dem Publikum heitere Erzählungen über seine Kinder im Alter von 18 bis 25 Jahren, den Eltern und Großeltern sowie seiner Jugend und dem Leben auf dem Hof. „Die Ideen kommen mir bei meiner landwirtschaftlichen Arbeit, vor allem beim Treckerfahren. Zu 80 Prozent sind die Geschichten auch wahr.“ Sein erstes Buch „Verliebt Trecker fahren“ erschien 2003, ab 2004 folgten erste Auftritte. „Seit 2008 ist es nicht mehr nur ein Hobby, sondern zu meinem zweiten Beruf geworden“, so Stührwoldt.

Das Programm am Freitag beinhaltete eine Mixtur aus hoch- und plattdeutschen Geschichten, wobei Letztere dominierten. Seine Erzählungen von der Geburt der ersten Tochter Marie, dem Verhältnis zu seinen Zwillingen Peer und Nora, Verhaltensweisen seiner Eltern und Großeltern sowie eine Anekdote über den „String-Tanga“ führten zu wahren Lachsalven. Für Erheiterung sorgte die witzig-ironische Geschichte „LAN-Party-Killer“, in der sein Sohn „sturmfrei“ hatte und 14 Freunde zu sich nach Hause einlud. Die ganze Nacht hindurch starrten alle mit starrem Blick und in verbrauchter Luft auf ihre Monitore. Als er als Hausherr am Morgen heimkehrte und den Wasserkocher anstellte, war dies zu viel für die Leitung – es gab einen Stromausfall. Sehr zum Leidwesen der Jugendlichen nahm die Party ein jähes Ende.

Während der Pause konnten die Zuhörer beim „Glockenturm-Team“ Brezeln, Weine und Kaltgetränke erwerben. Bevor es weiterging, betätigte sich Stührwoldt noch als „Glücksbote“. Sein Auftritt beendete die aktuelle Saison – acht Veranstaltungen konnten insgesamt besucht werden. Die Namen der Zuschauer, die an vier Terminen teilgenommen hatten, landeten in einer Lostrommel. Drei Gutscheine für je eine Eintrittskarte nach Wahl für die neue Saison wurden gezogen. Gewonnen haben Renate Bahrs aus Harpstedt, Erika Müller aus Dünsen sowie Inge Schröder aus Groß Ippener. Stührwoldt konnte das Publikum mit seinen Darbietungen restlos begeistern, wie dem lautstarken Beifall am Schluss zu entnehmen war. Nach Zugaben machten sich alle gegen 22.30 Uhr auf den Heimweg.  

aro

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