Rund 60 Interessierte in der Delmeschule

Hospizverein stellt Arbeit vor

Mit einem Rollenspiel simulierten drei Vereinsmitglieder den Besuch einer Hospizhelferin. - Foto: bor

Harpstedt - Rund 60 Besucher ließen sich am Sonntag vom Hospizverein Harpstedt über die Arbeit der Ehrenamtlichen informieren. Die Gruppe hatte dazu in die Delmeschule geladen, und die Vorsitzende Elke Kopmann-Cordes freute sich gleich zu Beginn der Veranstaltung über ein neues Mitglied: „Wir sind 28 – ach Moment, ich habe ja schon eine Anmeldung bekommen, also 29.“ Der Verein brauche auch Mitstreiter, die organisatorisch unterstützen. Der Wille, Sterbende zu begleiten, ist also nicht zwingend notwendig. Dennoch bildet diese Tätigkeit einen der Schwerpunkte in der Arbeit.

Samtgemeindebürgermeister Herwig Wöbse berichtete während seiner Rede davon, dass eine Hospizhelferin beim Tod seines Schwiegervaters „Brücken gebaut“ habe. „Es war sehr angemessen und würdevoll.“ Bei der Arbeit des Vereins gehe es nicht darum, dem Leben mehr Tage, sondern den Tagen mehr Leben zu geben, zitierte Wöbse die Gründerin der Hospizbewegung, die Engländerin Cicely Saunders.

Mit einem kurzen Rollenspiel verdeutlichten drei Vereinsmitglieder, wie ein Besuch bei einer Todkranken abläuft. Dabei stellten sie die Vorteile wie die Entlastung für die Angehörigen und die Fähigkeit, einfach mal zuzuhören, sowie das vertraute Verhältnis zwischen Hospizhelferin und den betreuten Menschen in den Vordergrund.

Auch Kopmann-Cordes hatte noch ein praktisches Beispiel parat. In einem Fall habe eine sterbenskranke Frau sich eine spezielle Urne gewünscht, konnte das aber nicht mit ihrem Mann besprechen, weil es zu schmerzhaft war. Für diese Situation sind die Helfer auch da. „Bei uns gilt die Schweigepflicht. Alles, was erzählt wird, bleibt bei uns“, versicherte die Vorsitzende.

Anschließend gab es Kaffee und Kuchen. An den Tischen saß jeweils eine Hospizhelferin, die auf Fragen einging oder von ihrer Arbeit erzählte. - bor

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