Ehrenamtliche Sterbehelferin

Hospizhelferin Käte Horstmann verabschiedet

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Verabschiedung aus dem Kreis der Hospizhelferinnen – von links:Änne Mennebäck-Meyer, Thea Möring (dahinter) Käte Horstmann (mit Blumen), Elke Purnhagen, Anke Scheele, Karin Möller, Michaela Jackowski und Elke Kopmann-Cordes. 

Harpstedt - Nach neun Jahren ehrenamtlicher Sterbebegleitung trennt sich die mittlerweile 76-jährige Käte Horstmann nun von dieser Aufgabe, die ihr viel Einfühlungsvermögen abverlangt hat. 

2007 gehörte sie in Harpstedt zu einer Gruppe aus 13 Frauen, die erstmals eine Ausbildung zur Hospizhelferin absolvierten. Der entsprechende Kurs lief seinerzeit in in Bremen-Horn. Käte Horstmann zählte außerdem zu den Mitbegründern des Hospizvereins der Samtgemeinde Harpstedt, der ihr wiederum am Dienstagabend einen würdevollen Abschied in der Begegnungsstätte an der Amtsfreiheit, Ecke Tielingskamp, bereitete. Die erste Vorsitzende Elke Kopmann-Cordes überreichte ihr zum Dank und in Anerkennung ihres Engagements einen Blumenstrauß.

„Sterben gehört zum Leben dazu“

Die Seniorin, die früher als Schwesternhelferin im ambulanten Pflegedienst tätig war, hatte als Sterbebegleiterin immer den Tod vor Augen. „Sterben gehört zum Leben dazu“, sagt sie. Die 76-Jährige konnte als Hospizhelferin aber auch feststellen, dass dieses letzte Kapitel kein schreckliches sein muss. Wie der Betreffende aus dem Leben scheide, hänge maßgeblich davon ab, ob er seinen Frieden gefunden habe.

Sie interessiere sich schon immer für Menschen und habe auch eine soziale Ader, sagt Käte Horstmann über sich selbst. Und: Den Dienst als Hospizhelferin habe sie „gern gemacht“. Ganz wichtig dabei sei es, dem Sterbenden zuhören und sich auf ihn einzulassen. Auch müsse die Chemie einfach stimmen.

Der Entschluss, sich zurückzuziehen, hat persönliche und altersbedingte Gründe. Sie sei nun im privaten Umfeld etwas mehr gefordert, so die Seniorin. 

jb

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