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250.000 Euro für Schützensaal in Horstedt eingeplant

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Von: Jürgen Bohlken

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Noch nicht abgeschlossen: die Sanierung des Schützensaals.
Noch nicht abgeschlossen: die Sanierung des Schützensaals. © Bohlken (Archiv)

Prinzhöfte – Mit 250.000 Euro berücksichtigt der soeben einstimmig vom Rat verabschiedete Haushalt 2022 der Gemeinde Prinzhöfte die noch andauernde Sanierung des Schützensaals (Festsaals) in Horstedt. Im investiven Bereich schlägt der Breitbandausbau mit 131.000 Euro zu Buche. 35.000 Euro sind für die Realisierung eines Spielplatzes gegenüber dem Horstedter Feuerwehrhaus eingeplant.

Zusammen mit noch nicht verfrühstückten Haushaltsresten dürften nach Einschätzung von Bürgermeister Hans-Hermann Lehmkuhl insgesamt rund 50.000 Euro für diese Maßnahme zur Verfügung stehen.

Im Ergebnisetat erwirtschaftet Prinzhöfte den Zahlen des Haushaltsplans zufolge einen Überschuss in Höhe von 65.200 Euro. An Einnahmen erhofft sich die Gemeinde 1,25 Millionen Euro (Ansatz 2021: 800.000 Euro) aus der Gewerbesteuer, 56 .000 Euro (unverändert) aus der Grundsteuer A, 107.000 (105.000) Euro aus der Grundsteuer B, 3.800 Euro (unverändert) aus der Hundesteuer, 300.000 Euro (unverändert) aus Einkommensteueranteilen, 160.000 (120.000) Euro aus Umsatzsteueranteilen und 30.000 Euro (unverändert) aus Abgaben gemäß Konzessionsverträgen.

Deutlich weniger Belastung durch Umlagen

Die abzuführende Kreisumlage sinkt gegenüber 2021 deutlich, von 785.100 auf 482.500 Euro, und die Samtgemeindeumlage von 1,395 Millionen auf 846.000 Euro. Die Hebesätze bleiben mit 350 Prozent für die Grundsteuer A und B sowie 380 Prozent für die Gewerbesteuer konstant. Eine Neuverschuldung sieht der Haushalt 2022 nicht vor. Verpflichtungsermächtigungen beinhaltet er ebenfalls nicht.

Weil die Ist-Zahlen besser geworden sind, haben wir jetzt 1,25 Millionen Euro Gewerbesteuer angesetzt. Dahinter steckt kein optimistisches Denken. Das ist gerechtfertigt.

Hans-Herrmann Lehmkuhl

Andreas Kühler aus der Samtgemeindekämmerei erläuterte im Rat ein letztes Mal das eingehend vorberatene Zahlenwerk. 2.600 Euro stehen für die Vereinsförderung drin – und 1.500 Euro für Denkmalschutz und Denkmalpflege.

Bei der Gewerbesteuer musste die Gemeinde Prinzhöfte zuletzt einen Einbruch verkraften. „Wir hatten deshalb ursprünglich vor, wieder nur 800.000 Euro zu veranschlagen. Weil die Ist-Zahlen besser geworden sind, haben wir jetzt aber 1,25 Millionen Euro angesetzt. Dahinter steckt kein optimistisches Denken. Das ist gerechtfertigt“, betonte Bürgermeister Lehmkuhl. Die Gemeinde sei bei der Abschätzung des Gewerbesteueraufkommens schon „relativ vorsichtig“ unterwegs, bestätigte Andreas Kühler.

Negativzinsen auf Gemeindeguthaben

Der Bürgermeister blickte noch einmal kurz auf das vergangene Jahr mit einer recht unerfreulichen Entwicklung der Finanzlage zurück: „Wir hatten ein Defizit von etwa 1,2 Millionen Euro veranschlagt. Letztlich haben wir dann ein Minus von rund 900.000 Euro gemacht.“ Es sei gut, dass sich das in diesem Jahr absehbar nicht wiederhole, meinte Lehmkuhl mit Blick auf die Rücklagen („liquide Mittel“). Wie auch andere Kommunen hat Prinzhöfte zuletzt Negativzinsen auf das gemeindliche Guthaben zahlen müssen.  

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