Den Heißhunger-Attacken im Homeoffice entkommen

Gesundheitspädagogin aus Harpstedt gibt Tipps zu einer gesunden Ernährung

Schale mit M&Ms vor dem Laptop.
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Statt Süßem empfiehlt Gesundheitspädagogin Gudrun Zelle Trockenfrüchte.

Lockdown bedeutet für viele: Arbeiten im Homeoffice. Und der Kühlschrank ist nur einen Gang entfernt. Was tun, wenn einem der Heißhunger überkommt? Yogalehrerin und Gesundheitspädagogin Gudrun Zelle aus Harpstedt gibt in einem Interview Tipps.

  • Beim Einkaufen schon drauf achten, was in den Wagen kommt.
  • Wenn man satt ist, aufhören zu essen.
  • Was ist ein guter Ersatz für Schokolade?

Harpstedt – Fitnessstudios bleiben geschlossen, Freizeitaktivitäten fallen weg und das Wetter lädt nicht gerade zum Joggen ein: Der aktuelle Lockdown bedeutet weniger Bewegung. Die Menschen verbringen mehr Zeit in den eigenen vier Wänden und viele sind auf Homeoffice umgestiegen. Was kann man tun, wenn die nächste Versuchung in der Küchenschublade oder im Kühlschrank nur einen Katzensprung entfernt ist?

Frau Zelle, wie kann man eine Heißhunger-Attacke vermeiden?
Mein erster Tipp ist, beim Einkaufen schon drauf zu achten. Da fängt es bereits an. Man sollte auf keinen Fall hungrig einkaufen gehen. Erfahrungsgemäß schmeißt man Süßigkeiten ja nicht weg. Was man einkauft, wird man irgendwann auch essen. Der Kopf muss dabei sein beim Einkaufen. Man sollte sich vorher fragen: Was möchte ich wirklich essen? Was ist gute Nahrung für meinen Körper?
Was empfehlen Sie anstelle von Süßigkeiten?
Trockenfrüchte und Nüsse. Datteln und Walnüsse zusammen sind super lecker. Es gibt viele Trockenfrüchte, jeder kennt wohl Studentenfutter. Wenn der schnelle Hunger kommt, greifen viele zu Hanuta und Co. Mein Hanuta ist die Banane. Die ist lecker. Bananen machen erst mal satt und sind sehr gesund, sie haben viele Mineralien. Wenn man zwei Bananen am Tag isst, hat man seinen Magnesiumbedarf gedeckt. Ich mache mir zum Beispiel Mandelmus auf die Banane.

Bananen machen erst mal satt und sind sehr gesund, sie haben viele Mineralien.

Gudrun Zelle, Yogalehrerin und Gesundheitspädagogin
Haben Sie einen Ersatz für Schokolade?
Ich esse auch Schokolade. Wenn ich Süßes esse, dann Schokolade – aber aus dem Bioladen. Man sollte auch auf die Qualität der Sachen achten, die man kauft. Bananen sind eine Alternative oder Gemüse. Man kann super Karotten oder Äpfel knabbern, wenn man Hunger hat und nicht gekocht hat.
Was essen Sie gern?
Der Renner im Winter ist eine bunte Gemüsesuppe mit Nudeln. Tendenziell sind Gemüse und Obst das wichtigste. Gemüse ist noch gesünder. Gerade Suppen sind einfach. Je nachdem, was man mag: Manche machen sich Würstchen rein, manche Linsen. Die haben eine Menge Eiweiß. Im Winter esse ich ganz viel Suppe.
Empfehlen Sie, vorzukochen?
Ich persönlich koche immer vor. Wenn ich Zeit habe, koche ich vor. Und ich kann am nächsten Tag noch davon essen.
Gudrun Zelle, Yogalehrerin und Gesundheitspädagogin, gibt Tipps zu einer richtigen Ernährung.
Wann sind gute Zeiten, um zu frühstücken und Mittag zu essen?
Das Problem ist, dass Leute aus Gewohnheit essen und nicht warten. Ich persönlich esse zwei Mahlzeiten am Tag. Ein spätes Frühstück am Vormittag – da esse ich Obst und Brei – und dann habe ich erst abends wieder Hunger. Zwischendurch gönne ich mir eine Tasse Kaffee und mal einen Keks.
Wie wichtig ist es, zu trinken?
Man muss immer trinken zwischen den Mahlzeiten. Ich habe immer was zu trinken dabei. Wir müssen auch auf unsere zwei Liter kommen.
Warum sollte man vor dem Essen trinken?
Dann ist der Bauch erst mal voll. Am besten ist es, Tee und Wasser zu trinken, und lieber nicht so viel Kaffee. Man hat dann erst mal was im Bauch. Bevor ich frühstücke, trinke ich grünen Tee. Dann ist der Bauch warm und voll. Dann kann ich erst mal arbeiten und dann kommt das Frühstück.
Haben Sie einen Tipp, wie man weniger isst?
Der erste Tipp ist, dass man sich auch bewusst macht: Ich esse nicht, bis ich satt bin. Ich esse, bis ich keinen Hunger mehr habe. Man muss sich nicht vollstopfen. Der Unterschied ist die Fülle des Magens. Wenn man sagt: So langsam reichts, dann kann man aufhören zu essen.
Was hilft noch?
Es empfiehlt sich, langsam zu essen, vor dem Essen viel zu trinken, und genug zu kauen.
Im Moment kommt der Sport bei vielen auch etwas zu kurz. Haben Sie einen Tipp, wie man im Homeoffice fit bleiben kann?
Erst mal kann man rausgehen und einen Spaziergang machen. Das mache ich auch jeden Tag.
Für wie lange?
Eine halbe Stunde. Das ist auch gut für den Rücken, wenn man läuft. Das viele Sitzen ist ja nicht so gesund.
Was kann man noch tun?
Im Stehen von einem Fuß auf den anderen stellen oder die Hüfte kreisen lassen. Das kann man alles beim Telefonieren machen.
Was kann man Leckeres im Frühling essen?
Im Frühling kann man mehr Salat essen. Ich bin auch ein großer Smoothie-Fan, insbesondere vom grünen Smoothie. Kräuter kommen da rein, eine Handvoll Petersilie, Ingwer, etwas Honig, Zucchini, Apfel, Avocado und eine Banane. Dann ist ein Smoothie richtig lecker und sehr gesund. Den trinke ich auch im Winter.

Weitere Infos

www.gutelebensweise.com

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