Infos und Aktionen

Holzheiztage locken rund 8 000 Besucher in den Wald

Holz soweit das Auge reichte: Der nachwachsende Rohstoff stand im Mittelpunkt der Messe.

Harpstedt - Von Anika Bokelmann. Bäume anhand ihres Holzes bestimmen, die Zapfen von Kiefer sowie Fichte unterscheiden und Waldbewohner an ihren Silhouetten erkennen – ganz schön kniffelig waren die Aufgaben an den Stationen eines Waldspiels, das bei den Harpstedter Holzheiztagen Spaß und Wissensvermittlung vereinte. Mitgebracht hatte es das Waldpädagogikzentrum Weser-Ems, das zu den gut 50 Ausstellern gehörte. Deren Produkte und Aktionen lockten am Sonnabend und Sonntag rund 8 000 Besucher in den Harpstedter Amtsacker.

Zu dieser Messe hatten einmal mehr die Niedersächsischen Landesforsten eingeladen. Neben der Ausstellung von Geräten zur Holzgewinnung, Öfen und Skulpturen gab es auch Vorführungen wie die Waldbearbeitung mit Kaltblutpferden, den Jagdhundeparcours und Verlosungen. Nach der Veranstaltung im Jahr 2016 hatten die Organisatoren und Akteure den rund 1 500 Meter langen Weg am Ortsrand von Harpstedt wieder in eine Infomeile verwandelt, auf der sich alles um den nachwachsenden Rohstoff drehte. 

An den Ständen präsentierten Aussteller aus der ganzen Region ihre Produkte und Dienstleistungen – vom Schornsteinfegen über Holzspaltgeräte in verschiedenen Größen bis hin zu Pelletanlagen und Massivholzböden. Zudem konnten die Besucher historische Maschinen betrachten oder sich bei Vertretern des Friedwaldes Griesheim über Bestattungen in der Natur informieren.

„Die Nachfrage nach Brennholz ist zurückgegangen. Der Markt hat sich konsolidiert“, erklärte Rainer Städing. Der Pressesprecher des Forstamtes Ahlhorn wusste nicht nur über die Edelkastanie als Baum des Jahres 2018 zu berichten, sondern hatte auch diverse weitere Infos rund um die Energieholzgewinnung und die Holzernte in den Wäldern der Landesforsten parat. Städing erzählte, dass in Niedersachsen die Millionen-Grenze bei kleineren Holzfeuerungsanlagen jüngst überschritten wurde. 

Dies bedeute, dass zahlreiche Haushalte ihre Räume mit dem nachwachsenden Rohstoff heizen. Dafür werden laut Städing jährlich etwa sieben Millionen Kubikmeter Holz in Niedersachsen geschlagen. „Die Verbraucher haben inzwischen Erfahrung, wie viel sie als Vorrat benötigen und lagern nicht mehr so viel Holz wie vor einigen Jahren“, sagte Städing. Zudem seien die Anlagen deutlich effektiver, und eine optimale Verbrennung sei schon mit geringerem Materialverbrauch zu erreichen.

Dass man Holz nicht nur verbrennen, sondern daraus schöne Dinge herstellen kann, bewies Rainer Füllgrabe. Der Künstler aus dem Harz formte Stämme der Lärche, Douglasie und Eiche mit seiner Motorsäge zu filigranen Tierfiguren. Diese Baumarten ließen sich besonders gut bearbeiten und zeichneten sich durch ihre lange Haltbarkeit aus, begründete Füllgrabe seine Holzwahl und ließ unter den interessierten Augen der Besucher ein Schwein entstehen. „Gut zehn Figuren forme ich im Verlauf der Messe“, so Füllgrabe zu seiner modernen Kunstform.

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