Vortrag von Dr. Ernst Kürsten

Wie Holz als Baustoff zum Klimaschutz beiträgt

Großes Interesse fand die Vortrags- und Informationsveranstaltung der Harpstedter Energie-Agentur im Hotel „Zur Wasserburg“. - Foto: HEA
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Großes Interesse fand die Vortrags- und Informationsveranstaltung der Harpstedter Energie-Agentur im Hotel „Zur Wasserburg“.

Harpstedt - Dicht aneinandergedrängt haben am Dienstag knapp 40 Interessierte die Ausführungen von Dr. Ernst Kürsten über Fragen zum Wald im Klimawandel im Hotel „Zur Wasserburg“ in Harpstedt verfolgt.

Der Referent vom 3N Kompetenzzentrum stellte auf Einladung der Harpstedter Energie-Agentur (HEA) spannende Ergebnisse aus dem dreijährigen Projekt „CO2-OPT“ vor, das im Landkreis Harburg lief – gefördert vom Waldklimafonds. Dabei waren zum einen Optionen zur Weiterentwicklung der Waldbestände untersucht worden. Unter Klimagesichtspunkten, so eine Schlussfolgerung, müsste der Anteil der Douglasie erhöht werden, da sie gegenüber anderen Baumarten am widerstandsfähigsten in längeren Trockenperioden sei und gleichzeitig durch den hohen Zuwachs und die Verwendungsmöglichkeiten die höchsten Kapazitäten zur Speicherung von Kohlendioxid (CO2) mitbringe. 

Werde indes die Naturschutzfunktion des Waldes oder die Wassergewinnung in den Vordergrund gestellt, sei ein höherer Laubbaumanteil vorteilhafter. Allerdings steige dabei das Risiko von klimabedingten Waldschäden, so Kürsten.

Holzbauweise klimafreundlich

Das CO-2-OPT-Projekt untersuchte ferner die Nutzungswege des Holzes aus den Wäldern des Landkreises Harburg. Ein besonderes Augenmerk galt den mit der Nutzung verbundenen Einsparungen an CO2. Dabei offenbarte sich, dass die größten Effekte zur Klimaentlastung bei der Verwendung des Holzes im Baubereich zu erzielen wären. Denn hier werde das von den Bäumen eingelagerte CO2 nicht nur langfristig gespeichert, sondern es ersetze zusätzlich energieintensive Materialien wie Beton, Stahl oder Aluminium.

Der Referent plädierte nicht nur im Neubaubereich für mehr Holzverwendung. Auch und gerade bei der energetischen Sanierung des Gebäudebestandes sollte dieser natürliche Rohstoff nach seiner Ansicht als Baumaterial in unterschiedlichsten Formen eine noch größere Rolle spielen. Und Möglichkeiten zur Wiederverwendung von gebrauchten Holzteilen müssten stärker genutzt werden.

Die direkte energetische Verwendung wird indes nach Auffassung Kürstens in Zukunft eine untergeordnete Rolle spielen. Der stofflichen Verwertung von Holz sollte, so riet der Referent, unter Klimagesichtspunkten dort, wo es möglich sei, immer der Vorzug gegeben werden.

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