Hohe Ehrung für Peter Sparkuhl

Kompetent – und dabei stets Kamerad

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Regierungsbrandmeister Dieter Schnittjer (2.v.r.) verlieh dem Kreisfeuerwehrverbandsvorsitzenden Peter Sparkuhl (2.v.l.) aus Harpstedt das Feuerwehrehrenzeichen am Bande. Kreisbrandmeister Andreas Tangemann (l.) und Landrat Carsten Harrings (r.) zählten zu den ersten Gratulanten.

Harpstedt/Wildeshausen/Landkreis - Im Rahmen einer Dienstbesprechung mit Beteiligung der Gemeinde- und Ortsbrandmeister sowie Kreisfeuerwehr-Funktionsträgern im Kreishaus in Wildeshausen hat Regierungsbrandmeister Dieter Schnittjer dem Vorsitzenden des Kreisfeuerwehrverbandes (KFV) Landkreis Oldenburg, Peter Sparkuhl, das Feuerwehrehrenzeichen am Bande verliehen. Damit fanden etliche Verdienste des Harpstedters eine gebührende Würdigung.

1970 war Sparkuhl in die Freiwillige Feuerwehr eingetreten. Über den normalen Dienst hinaus engagierte er sich zunächst in der Wettkampfgruppe und ließ sich anschließend zum Wettbewerbsrichter ausbilden. Seit dem Jahr 2000 war er bei allen Regional- und Landesentscheiden als Bahnleiter im Wettbewerbsteam tätig. Für die Belange der Nachwuchsbrandschützer im Land Niedersachsen setzte er sich ebenfalls stark ein. Von 1989 bis 2013 wirkte Sparkuhl als Betreuer in Jugendfeuerwehr-Zeltlagern auf verschiedenen Ebenen – vom Kreis über den Oldenburgischen Feuerwehrverband (OFV) bis hin zum Land – und übernahm dabei häufig die Funktion des „Bürgermeisters“ eines Zeltdorfes.

Auf internationaler Ebene engagierte sich im Interesse deutsch-französischer Feuerwehr-Begegnungen, insbesondere im Rahmen der Gemeinde-Partnerschaft zwischen Harpstedt und Loué. Aktuell unterstützt er den Austausch der Jugendfeuerwehren aus dem Landkreis Oldenburg mit dem Partnerlandkreis in Polen. Als KFV-Vorsitzender gilt er obendrein seit Jahren als Identifikationspersönlichkeit der Kreisfeuerwehr. Auf OFV-Ebene haben die Kreisfeuerwehrverbände ihm bei der Wahl zum stellvertretenden OFV-Vorsitzenden erneut das Vertrauen ausgesprochen.

Dieter Schnittjer beschrieb Sparkuhl in seiner Laudatio als einen besonderen Typen, der durch seine langjährige Tätigkeit die Feuerwehr positiv geprägt habe. Er spielte darauf an, dass der Harpstedter die ihm eigene kameradschaftliche Art mit Führungsqualitäten und Teamfähigkeit zu verbinden weiß. Bei all seinen Feuerwehrfunktionen sehe Sparkuhl in der Kameradschaftspflege und der Motivierung der meist ehrenamtlichen Mitglieder eine Selbstverständlichkeit und Verpflichtung. In schwierigen Situationen strebe er durch seine Kompetenz zu optimalen Lösungen. Durch seine enge Verbundenheit zur Feuerwehr, in die er viel Freude und Herzblut stecke, komme Sparkuhl zu etlichen Erfolgen, für die er im besonderen Maße eine sehr gute Teamarbeit verantwortlich mache.

Neben der Ehrung stand im Verlauf der Dienstbesprechung ein Vortrag über ein einheitliches Atemschutznotfallkonzept auf dem Programm. Kreisatemschutzwart Björn Cording hatte mit Frank Hattendorf zusammen ein Konzept entwickelt, das in der Gemeinde Dötlingen bereits greift. Darin geht es darum, wie die Einsatzleiter, Gruppenführer oder auch die Atemschutzüberwachung bei Notfällen zu reagieren haben, welche Aufgaben dem Sicherungstrupp obliegen und welche Ausrüstungsgegenstände vorhanden sein sollten.

Der stellvertretende Kreisbrandmeister Gerd Wiechmann berichtete zudem über den Fortschritt des Digitalfunks. Momentan wird die Gemeinde Großenkneten umgerüstet; anschließend kommt die Samtgemeinde Harpstedt an die Reihe. Bis zum Jahresende sollen alle Feuerwehrfahrzeuge komplett ausgestattet sein.

Sonhild Lindemann, Leiterin des Kreisordnungsamtes, informierte über die Baumaßnahmen an der Feuerwehrtechnischen Zentrale (FTZ) in Ganderkesee. Der Rasen für die Übungsflächen sei bereits angesät und könne bald zum ersten Mal gemäht werden.

cb

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