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Hökermarkt: Aushängeschild Colnrades soll nicht sterben

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Von: Holger Rinne

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Einen Vorstand hat der neue Förderverein gewählt. Hinten, v.l.: Dietrich Kirchhoff (Vorsitzender), Markus Kuraschinski (zweiter Vorsitzender), Rainer Aschenmoor (dritter Vorsitzender) und Heiko Marchewa (Beisitzer). Vorn, v.l.: Johannes Kirchhoff (erster Kassenwart), Timo Plump (zweiter Kassenwart) und Gerold Lindemann (Schriftwart).
Einen Vorstand hat der neue Förderverein gewählt. Hinten, v.l.: Dietrich Kirchhoff (Vorsitzender), Markus Kuraschinski (zweiter Vorsitzender), Rainer Aschenmoor (dritter Vorsitzender) und Heiko Marchewa (Beisitzer). Vorn, v.l.: Johannes Kirchhoff (erster Kassenwart), Timo Plump (zweiter Kassenwart) und Gerold Lindemann (Schriftwart). © Rinne

Colnrade – „Unser Ziel ist es, den Hökermarkt in diesem Jahr durchzuführen.“ An dieser Aussage von Dietrich Kirchhoff gab es nichts zu deuteln. Ob das Ziel erreicht wird, steht aber noch in den Sternen. Die Gründungsversammlung des „Fördervereins Hökermarkt Colnrade“ begann nämlich am Samstagnachmittag im Dorfgemeinschaftshaus Colnrade mit einer herben Enttäuschung.

Nach einer zweijährigen pandemiebedingten Zwangspause schien das Aus für den Hökermarkt, der seit 1997 zumeist jährlich mehr als 20.000 Besucher angelockt hatte, beinahe besiegelt zu sein. „Die Coronazeit war die richtige Zeit, über das Aufhören nachzudenken“, sagte Günter Wachendorf, neben Carsten Lüllmann einer der beiden Vorsitzenden des Fördervereins der Freiwilligen Feuerwehr Colnrade, der bisher die Organisation der Großveranstaltung federführend übernommen hatte.

Die Motivation der freiwilligen Helfer habe in den vergangenen Jahren stark gelitten, pflichtete Dietrich Kirchhoff, Vorsitzender des SC Colnrade, bei. „Früher haben bis zu zehn Leute vom SC mitgeholfen. Die Anzahl ist inzwischen stark geschrumpft“, bedauerte er.

Dennoch seien sich die Verantwortlichen sowohl der Feuerwehr als auch des Sportclubs und des Fischereivereins einig, dass man das „Aushängeschild von Colnrade“ nicht sterben lassen dürfe.

Akzeptanz weiterhin hoch

Die Gründungsversammlung im Dorfgemeinschaftshaus sei der Versuch einer Wiederbelebung. Schließlich hätten auch die Vereine vom Hökermarkt profitiert, so Kirchhoff. Die Akzeptanz des Marktes sei sehr hoch; allerdings müsse die Arbeit auf viele Schultern verteilt werden. Ein großes Interesse hatten sich die Vereinsvertreter vor diesem Hintergrund für die Versammlung gewünscht. Am Ende blieb man weitestgehend unter sich. Für Enttäuschung sorgte vor allem das Fernbleiben von Vertretern der Gemeinde und der Wirtschaft.

So kamen gerade mal 13 Einwohner aus der Gemeinde und avancierten zu Gründungsmitgliedern des neuen „Fördervereins Hökermarkt Colnrade“. Auf Grundlage eines Satzungsentwurfes, den Günter Wachendorf vorsorglich mitgebracht hatte, wählte die Versammlung einen Vorstand. Hiltraud Lindemann wurde zur Wahlleiterin bestimmt.

Siebenköpfiger Vorstand

Der Vorstand des aus der Taufe gehobenen Vereins besteht aus Dietrich Kirchhoff als erstem, Markus Kuraschinski als zweitem und Rainer Aschenmoor als drittem Vorsitzenden, Johannes Kirchhoff als erstem und Timo Plump als zweitem Kassenwart sowie Gerold Lindemann als Schriftwart und Heiko Marchewa als Beisitzer.

Die Gewählten werden sich nun um die Eintragung ins Vereinsregister bemühen. Parallel dazu wollen sie die Organisation des Hökermarktes in Angriff nehmen. Günter Wachendorf hat dafür die Unterstützung der bisherigen Organisatoren zugesagt.

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