Heinz Nienaber will breite Unterstützung für Hochwasseropfer

„Samtgemeinde Harpstedt darf sich nicht aus der Verantwortung stehlen“

Heinz Nienaber
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Heinz Nienaber

Harpstedt – „Die Bilder von der Hochwasserkatastrophe und vom Leid der Menschen in Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und Bayern machen mich richtig fertig. Ich hätte nicht gedacht, dass so etwas in unserem hochzivilisierten Land möglich ist“, sagt Heinz Nienaber aus Groß Köhren. Angesichts der verheerenden Folgen könne sich die Samtgemeinde Harpstedt nicht tatenlos aus der Verantwortung stehlen, lautet der Standpunkt des früheren (ehrenamtlichen) Samtgemeindebürgermeisters.

Unabhängig von privaten Spenden regt er an, dass Unternehmen, Einrichtungen, Vereine und Vereinigungen (Schützen, Kriegerkameraden, Sportvereine, Straßengemeinschaften, Kegel- und Handarbeitsclubs etc.) in ihren Reihen Geld für die Hochwasseropfer sammeln und/oder – unter Aufschub nicht dringlicher Investitionen – Eigenmittel locker machen. Diese Spenden könnten zunächst an die Samtgemeinde gehen, die sie dann, so Nienabers Plan, gebündelt dorthin weiterleitet, wo die Hilfe benötigt wird.

Das hätte einen durchaus zu begrüßenden Nebeneffekt: An der Summe, die für die Unterstützung der Opfer zusammenkäme, ließe sich das Ausmaß der Hilfsbereitschaft und der Solidarität mit den Betroffenen ersehen.

Vorgeschmack auf das, was kommen kann

Nienaber hat seinen Vorschlag dem Ersten Samtgemeinderat Ingo Fichter unterbreitet (Bürgermeister Herwig Wöbse weilt derzeit im Urlaub). Nun ist er sehr gespannt darauf, ob er Gehör findet. Dass auch die Wildeshauser Geest von besonders extremen Wetterlagen betroffen sein kann und es dann womöglich der Hilfe aus anderen Regionen bedürfte, hat sich schon mehrfach angedeutet, etwa am 29. Oktober 1998: Nach nächtlichem Starkregen trat damals die Delme über die Ufer. In Harpstedt lief das Wasser seinerzeit über die Ortsdurchfahrt (L 338). Auch Heinz Nienabers Heimatgemeinde Beckeln war betroffen. Delmenhorst mutierte sogar zum Katastrophengebiet. Die Folgen waren zwar weit weniger schlimm als jetzt im Westen und Süden der Bundesrepublik; dass der Klimawandel aber auch Norddeutschland noch härter treffen wird, halten viele Experten nur für eine Frage der Zeit.

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