Hildegardstift in Groß Ippener

Achtsamkeit im Altenheim

Soldatinnen und Soldaten des Logistikbataillons 161 hatten die Belegschaft des Caritas-Altenpflegeheims Hildegardstift in Groß Ippener nach dem Corona-Ausbruch vor Weihnachten 2020 etwa anderthalb Wochen lang unterstützt und entlastet.
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Soldatinnen und Soldaten des Logistikbataillons 161 hatten die Belegschaft des Caritas-Altenpflegeheims Hildegardstift in Groß Ippener nach dem Corona-Ausbruch vor Weihnachten 2020 etwa anderthalb Wochen lang unterstützt und entlastet.

Groß Ippener/Klosterseelte – Die extrem ansteckende Omikron-Coronavirusvariante mahnt auch die Beschäftigten in den Pflegeheimen in der Samtgemeinde Harpstedt zu größtmöglicher Vorsicht. „Wir gehen extrem sorgsam mit der Situation um“, sagt Peter Schmitz, Geschäftsführer des Hildegardstifts in Groß Ippener. „Wir testen engmaschig und lückenlos – und haben unsere Mitarbeitenden komplett im Blick.

Fast alle sind geimpft und geboostert; bei den übrigen soll das in Kürze passieren. Die Beschäftigten tragen durchweg FFP2-Masken“, fügt der 63-Jährige hinzu. Leider verbleibe immer „eine Restunsicherheit“, bedauert er.

 Die PCR-Tests, die wir jeden Mittwoch im Rahmen des über das Gesundheitsamt laufenden Monitorings durchführen, sind eine super Sache, um eine Momentaufnahme fürs Ganze mit noch gesteigerter Sicherheit zu kriegen.“

Peter Schmitz

Die Zahl der Besucher, die sich gleichzeitig im Haus aufhalten dürfen, sei auf 15 begrenzt worden. „Wir regeln das mit einem Kartensystem, das auf sehr viel Verständnis stößt“, berichtet der Geschäftsführer. Wer als Angehöriger ins Heim will, bekommt eins der Kärtchen. Sind alle 15 vergeben, wird erst wieder jemand eingelassen, nachdem eine Karte zurückgekommen ist.

Ungetestet habe kein Besucher Zutritt; Schnelltests von externer Stelle würden so gut wie gar nicht mehr akzeptiert, sagt Schmitz. „Wir testen selbst. So wissen wir, woran wir sind.“ Die geboosterten Mitarbeitenden würden zweimal wöchentlich getestet, alle übrigen täglich. „Die PCR-Tests, die wir jeden Mittwoch im Rahmen des über das Gesundheitsamt laufenden Monitorings durchführen, sind eine super Sache, um eine Momentaufnahme fürs Ganze mit noch gesteigerter Sicherheit zu kriegen“, urteilt der Geschäftsführer.

Ich glaube, wir sind damals noch recht glimpflich davongekommen.“

Peter Schmitz

Die zurückliegenden Feiertage seien im Hildegardstift in einem erfreulich normalen Rahmen gewürdigt worden. Für die komplett geimpfte und geboosterte Bewohnerschaft habe es am Heiligen Abend eine kleine zweistündige Weihnachtsfeier gegeben. Die sei möglich gewesen, weil die Seniorinnen und Senioren im Sinne der Vorschriften „als eine Hausgemeinschaft gelten“. Von insgesamt 85 Bewohnern hätten rund 50 teilgenommen. „Die Feier hat ihnen gutgetan“, schildert der Geschäftsführer seinen Eindruck.

Peter Schmitz fällt nichts mehr ein, was zusätzlich getan werden könnte, um die Bewohner vor einem Eintrag der hochansteckenden Omikron-Variante zu schützen.

Mit Corona hat auch das Hildegardstift in der Vergangenheit leidvolle Erfahrungen machen müssen. Vor Weihnachten 2020 kam es ganz dicke: Mehr als 50 Bewohner und Beschäftigte wurden positiv getestet. Damals zogen die Infektionen einige Hospitalisierungen und sogar Todesfälle nach sich. „Es gibt aber keine Sicherheit, dass Corona die Todesursache gewesen ist. Zu den Verstorbenen, die positiv waren, zählten extrem Hochbetagte. Wir hatten zusätzlich Bewohner mit schwereren Krankheitsverläufen, die sich aber zum Glück wieder erholt haben“, erinnert sich Schmitz. Seine Einschätzung heute: Es hätte sogar schlimmer ausgehen können. „Ich glaube, wir sind damals noch recht glimpflich davongekommen.“

Positive Testergebnisse ohne schlimme Folgen

Im weiteren Verlauf der Pandemie habe es einzelne positive Testergebnisse gegeben, die aber ohne schlimme Folgen geblieben seien. Schmitz: „Wenn ich mich richtig erinnere, mussten zwei Mitarbeitende in Quarantäne und diese Zeit zu Hause absitzen – Gott sei Dank mit milden Verläufen. Sie haben sonst niemanden im Heim angesteckt.“

Das aktuelle Stadium der Pandemie und der inzwischen vorhandene Impfschutz lassen die Leitungen der Altenpflegeheime darauf hoffen, dass neuerliche Corona-Ausbrüche weniger gesundheitlichen Schaden anrichten als noch 2020, zumal die Omikron-Variante offenbar nicht so oft die Lunge befällt. In der Klosterseelter Altenpension scheint sich das gerade zu bestätigen. Trotz der zahlreichen Ansteckungen ist es bisher bei leichten Kankheitsverläufen ohne das Erfordernis stationärer Behandlungen geblieben.

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