Kombination aus Stilspringen und Dressur

Herbstturnierprogramm diesmal mit Caprilli-Test

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Wiebke Lindenbauer vom RC „Sport“ auf „Loona“.

Gross  Köhren - Wer Reitsport treibt, setzt für gewöhnlich klare Prioritäten – und entscheidet sich zumeist entweder für das Spring- oder das Dressurreiten. Dass auch beides in Kombination geht, beweist der Caprilli-Test. Diese durchaus ungewöhnliche Prüfung hat der RC „Sport“ Harpstedt in das Programm seines zweitägigen Herbstturniers für „Einsteiger“ und Nachwuchsreiter aufgenommen. Die Gastgeber zeigten sich am Sonntag einigermaßen gespannt, wie Reiter und Ponys mit der besonderen Herausforderung zurechtkommen würden.

Namensgeber der Prüfung ist der Italiener Federico Caprilli gewesen. Er entdeckte Ende des 19. Jahrhunderts den im Oberkörper nach vorn geneigten, den Rücken des Pferdes entlastenden und in die Bewegung des Tieres eingehenden Springstil. Hauptbewertungsaspekt im Caprilli-Test ist noch heute der beim Springen geforderte „leichte Sitz“, den der Namensgeber seinerzeit geprägt hat. „Dressur- und Springelemente werden miteinander verbunden. Das Pferd soll nach dem Sprung sofort wieder zurück in die Dressur finden – und der Reiter zurück in den Sitz. Die Zeit spielt keine Rolle. Es geht in dieser Kombination aus Stilspringen und Dressur vor allem um Präzision – und darum, das Pferd unter Kontrolle zu haben. Der Aufbau für das Springen ist leicht zu bewerkstelligen. Wir brauchen dafür nur zwei Cavallettis und vier Stangen. Die Reiter müssen verhindern, dass ihre Pferde nach dem Sprung, wie das in Zeitspringprüfungen ja sonst durchaus gewollt und beabsichtigt ist, heiß nach vorn preschen“, weiß Manuela Meyer, Pressewartin des RC „Sport“.

Rund 200 Nennungen lagen dem RC „Sport“ für das Herbstturnier vor. Die Teilnehmer rekrutierten sich überwiegend aus dem Landkreis Diepholz und dem Oldenburger Land. Das ist keineswegs dem Zufall geschuldet. „Das Turnier heißt Regionaltag, weil wir bewusst Nachwuchs aus der Region Gelegenheit geben wollen, sich zu beweisen“, so Manuela Meyer. Mittlerweile erstreckt sich das Event über zwei Tage. Das macht eine entspanntere Abwicklung möglich. Der Zeitplan muss weniger stark durchgetaktet werden und lässt sich daher besser einhalten. So war der RC „Sport“ am Sonnabend noch vor 16 Uhr „durch“ mit dem Tagesprogramm. Laut Zeiteinteilung hätte die letzte Prüfung erst um 16.15 Uhr enden sollen.

Mit dem ersten Turniertag zeigte sich Manuela Meyer vollauf zufrieden. „Es ist richtig super gelaufen. Alles im grünen Bereich“, vermeldete sie.

Auch in sportlicher Hinsicht konnte der Gastgeber trotz augenfälliger Dominanz des RFV Maasen-Sulingen nicht klagen. Aktive des RC „Sport“ heimsten mehrere Schleifen ein (siehe „Reiten in Zahlen“). Auf die Ergebnisse vom Sonntag kommt unsere Zeitung zurück. 

boh

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