Harpstedter TB weiht Umkleide-Anbau auf dem Freibadgelände offiziell ein

Einmal und nie wieder?

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Nach einem Rundgang durch die Räume einschließlich Duschbereich nahm der gemütliche Teil der Einweihungsfeier seinen Lauf.

Harpstedt - Von Jürgen Bohlken. Während der Jahreshauptversammlung des Harpstedter Turnerbundes im Februar habe er gesagt: „Ende März sind wir drin“, erinnerte sich der Vorsitzende Frank Wobig vor wenigen Stunden während der Einweihungsfeier am nun fertigen HTB-Umkleide-Anbau auf dem Freibadgelände. Das sei ein „Schnellschuss“ gewesen. „Jetzt haben wir Juni, aber wir haben‘s geschafft. Darüber bin ich sehr froh. Es fehlen zwar noch Rückenlehnen für die Bänke oder auch Stuhl und Schreibtisch im Schiri-Raum. Der Taucherraum muss noch gestrichen werden. Aber das sind Kleinigkeiten“, fuhr er im Beisein von Fußballern, Tauchern, Triathleten, Spartenleitern, Repräsentanten von Flecken und Samtgemeinde sowie weiteren Gästen fort.

Ehe sich die Beteiligten die Räumlichkeiten anschauten und dann zum gemütlichen Teil übergingen, dankte Wobig allen Geldgebern und Mitwirkenden, die dem Projekt zum Erfolg verholfen hatten.

Auf Dauer, so bemerkte er eingangs in seiner Rede, hätten die bislang vorhandenen Umkleiden angesichts der Aufwärtsentwicklung im Jugendfußball sowie in den Sparten Triathlon und Wassersport nicht ausgereicht. Ausführlich ließ er die Vorgeschichte des Anbaus Revue passieren. Er erinnerte sich unter anderem daran, wie sich HTB‘ler zusammen mit Ratsmitgliedern verschiedene Objekte anderer Vereine im Landkreis angeschaut hatten. Dabei, so Wobig, seien zwei Äußerungen immer wieder gefallen. Erstens: Solche Bauprojekte könne ein Verein nur realisieren, wenn die Gemeinde mit in die Finanzierung einsteige. Und zweitens: Wer als Verein ein solches Vorhaben angehe, tue das „einmal und nie wieder“. Letztere Weisheit erschloss sich Wobig nicht sofort. „Ein Umkleidegebäude mit Fundament, Wände, Toiletten und ein paar Leitungen? Das kann ja so schlimm nicht sein“, dachte er damals – bis er selbst erkannte, welche Unmenge an Vorschriften mit der Realisierung einer öffentlichen Immobilie verbunden ist. „Einfach unfassbar, was es an Genehmigungen bedurfte und wer alles ein Wörtchen mitreden wollte. Schon vor dem ersten Spatenstich hatte ich anderthalb Aktenordner voll“, so der Vorsitzende.

Die Finanzierung war ein Kapitel für sich gewesen. Wobig erwähnte „x geführte Gespräche“. Auch die eigentliche Bauphase muss kein Zuckerschlecken gewesen sein. „Baubesprechung über Baubesprechung, Änderung über Änderung – es war sagenhaft. Und so langsam dämmerte mir, was mit den Worten ,einmal und nie wieder‘ gemeint war“, sagte der Vorsitzende. Zum Glück hätten sich das Ingenieurbüro Glüsenkamp (Syke) und der Bauleiter um vieles gekümmert. Zwölf Handwerksbetriebe hätten die Gewerke ausgeführt. Warum auswärtige Firmen? Auch das sei kritisch hinterfragt worden. Die Antwort verschwieg Wobig nicht: „Wir mussten öffentlich ausschreiben. Das ist ab einer gewissen Bausumme vorgeschrieben.“

Als der HTB-Vorstand das Vorhaben erstmals in der Jahreshauptversammlung geschilderte hatte, standen noch angenommene Kosten von 250000 Euro im Raum. Das Büro Glüsenkamp erstellte später ein Konzept. Kostenpunkt: 400000 Euro. Der hohe Investitionsaufwand sei damit begründet worden, dass es sich um ein öffentliches Gebäude handele, so Wobig. Der HTB-Vorstand war zunächst ermächtigt worden, sich beim Flecken Harpstedt um ein Darlehen von bis zu 50000 Euro zu bemühen, benötigte aber nun plötzlich 80000 Euro. Das Okay der „Basis“ für die Differenz kam in einer außerordentlichen Mitgliederversammlung.

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