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Harpstedter Schiebenscheeten diesmal ohne Nachfeier

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Nach den Vorstandswahlen: Olaf Hering, zweiter stellvertretender Vorsitzender, Schriftführerin Hanna Hegeler, der erste stellvertretende Vorsitzende Bernd Fassauer, der zweite Kassenwart Wolfgang Krössing und Kassenwart Klaus Corleis (v.l.).
Nach den Vorstandswahlen: Olaf Hering, zweiter stellvertretender Vorsitzender, Schriftführerin Hanna Hegeler, der erste stellvertretende Vorsitzende Bernd Fassauer, der zweite Kassenwart Wolfgang Krössing und Kassenwart Klaus Corleis (v.l.). © Hartmann

Harpstedt – Das Harpstedter Schiebenscheeten 2022 beschränkt sich auf das Kinderschützenfest am Pfingstmontag und das Bürgerschützenfest am „Pfingstdienstag“ sowie das Aufhängen der Scheiben. Die Nachfeier entfällt indes pandemiebedingt, ebenso die offizierskorpsinterne Nachlese. Darauf hat Oberst Rolf Ranke während der Jahreshauptversammlung der Fördergemeinschaft Koems im Lämmerkoven hingewiesen.

Die neue Festscheune auf dem Koems-Gelände ist zwar schon einmal für das Benefiz-Festival zugunsten Geflüchteter aus der Ukraine genutzt worden; eine offizielle Einweihungsfeier sei gleichwohl geplant, äußerte sich Fleckenbürgermeister Stefan Wachholder. Über die genaue Ausgestaltung werde noch nachgedacht.

„Sie halten das Koems-Gelände in Schuss, als wäre es ihr eigener Garten“, würdigte der Bürgermeister die wöchentlichen Arbeitsdienste der „Rentnerbänd“ und verband dies mit einem herzlichen Dankeschön.

Leider fanden unsere Einnahmen von 2019 bei der Berechnung der Förderung Berücksichtigung.

Klaus Corleis

Konkrete Veranstaltungen seitens der Fördergemeinschaft Koems sind für das laufende Jahr noch nicht geplant. Der Verein mit 246 Mitgliedern (Stand vom 31. Dezember 2021) hat coronabedingt eine schwierige Zeit hinter sich, vor allem in finanzieller Hinsicht. Mit dem ersten Lockdown im Frühjahr 2020 brachen die Einnahmen aus Vermietungen von Koems-Saal, Lämmerkoven, Rottscheune, Saalstube und weiteren Räumen für lange Zeit als Folge von Corona ein. Laufende Kosten aber blieben. Kassenwart Klaus Corleis erwähnte die Beantragung staatlicher Fördermittel wie Novemberhilfe, Überbrückungsgeld 2, 3 und 4. „Leider fanden unsere Einnahmen von 2019 bei der Berechnung der Förderung Berücksichtigung“, bedauerte er.

Im Namen aller Mitglieder der Fördergemeinschaft Koems möchte ich mich für diese herausragende Unterstützung bedanken, die mir zeigt, wie solidarisch Gemeinschaften sein können, wenn sie gefordert werden

Klaus-Dieter Westphal

„Dank der erhaltenen Fördermittel sowie dank Zuwendungen der EWE-Stiftung und der Oldenburgischen Landschaft konnten die feststehenden laufenden Betriebskosten für die Koems-Gebäude und -Einrichtungen aufgebracht werden“, fuhr Corleis fort. „Die Spenden von Handwerksbetrieben, die Weihnachtsbaum-Sammelaktion der Bürgerschützen, die Spenden von sehr vielen privaten Personen und ein Crowdfunding der VR Bank haben uns geholfen, die vergangenen zwei Jahre wirtschaftlich zu überstehen. Jetzt kann der Neustart beginnen. Im Namen aller Mitglieder der Fördergemeinschaft Koems möchte ich mich für diese herausragende Unterstützung bedanken, die mir zeigt, wie solidarisch Gemeinschaften sein können, wenn sie gefordert werden“, merkte der Vorsitzende Klaus-Dieter Westphal in seinem schriftlich verfassten Jahresbericht an. Da er auf einen Reha-Platz wartete, leitete in seiner Abwesenheit der erste stellvertretende Vorsitzende Bernd Fassauer die Versammlung. Der zweite Stellvertreter Olaf Hering erfuhr indes im Verlauf der Wahlen ebenso Bestätigung im Amt wie Wolfgang Krössing als stellvertretender Kassenwart.

 Sie halten das Koems-Gelände in Schuss, als wäre es ihr eigener Garten.

Stefan Wachholder zu den Senioren der „Rentnerbänd“
Leute um eine Rundbank.
Eine der Rundbänke ist schon fix und fertig. Für die „Renterbänd“ (hier mit Klaus-Dieter Westphal und den „Frühstücksfrauen“) hat die Arbeitssaison längst begonnen. © Bohlken

Während sich die „Rentnerbänd“ 2019 noch uneingeschränkt im Rahmen ihrer wöchentlichen Arbeitseinsätze um die fortlaufende Pflege und den Erhalt des Koems-Geländes mit seinen Gebäuden und Scheunen kümmerte, war es 2020 nur noch nur begrenzt in kleinen Gruppen unter Einhaltung von Auflagen möglich, dringend notwendige Arbeiten auszuführen. Coronabedingte Beschränkungen gab es auch 2021. Gleichwohl konnte die Seniorengruppe nun auch wieder umfangreichere Dienste absolvieren. Als Folge davon bewegt sich die Gesamtzahl der 2019, 2020 und 2021 geleisteten Arbeitsstunden mit 6 .248 auf einem niedrigen Niveau.

Neue Rundbänke werden am 19. Mai bei der Eisdiele aufgestellt

Ihren siebten Arbeitseinsatz in der neuen Saison hat die 20-köpfige „Rentnerbänd“ soeben auf dem Koems-Gelände in Harpstedt bestritten. Mit fast 90 Jahren hält Heinz Willms unter den Senioren den Altersrekord. Um das Frühstück für die Gruppe an den Arbeitsdonnerstagen kümmern sich Erika Horstmann und Ilse Meyer; als Ersatz springt Anke Hartmann bei Bedarf ein. Von Rundbänken, die aktuell Manfred Runge, Jürgen Meyer, Helmut Horstmann und Günter Sanders aus der „Rentnerbänd“ für den Verkehrs- und Verschönerungsverein (VVV) Harpstedt bauen, ist eine schon fix und fertig. Am Donnerstag, 19. Mai, sollen sie beim Eiscafé Venezia aufgestellt werden. Zwei der Bänke haben „Füße“ aus Metall – gefertigt von dem Harpstedter Unternehmen Bahrs Landtechnik.

Die Fördergemeinschaft führt schon seit der ersten Stunde Buch über das, was auf dem Koems-Gelände geleistet wird. Seit der Vereinsgründung vor 38 Jahren hat sich die Zahl der absolvierten Arbeitsstunden auf 65.302 aufsummiert. Seither könnten etwa 779.000 Menschen auf dem Koems-Gelände gefeiert und/oder Veranstaltungen besucht haben. Diese Zahl beruht aber auf einer Schätzung. De facto gezählt und erfasst sind immerhin 482. 338 Besucher.

Auch während der Coronapandemie erfüllten Räume auf dem Koems einen Zweck: Die Malteser nutzten (zumindest zeitweise) den Lämmerkoven für Coronatests – und die politischen Gremien von Samtgemeinde und Flecken Harpstedt den Koems-Saal für Sitzungen.  

hh/boh

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