Harpstedter Initiative

Feuerwehrkräfte bringen 100 IPC-Container nach Bad Neuenahr-Ahrweiler

Die IPC-Container für Brauchwasser werden ausgeladen.
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Die IPC-Container für Brauchwasser werden ausgeladen.

Harpstedt – Rund 100 Kunststofftanks mit jeweils 1 000 Litern Fassungsvermögen für Brauchwasser zum Händewaschen, Spülen von Toiletten und Reinigen haben Feuerwehrkräfte auf Initiative Harpstedter Brandschützer in der Nacht zum Montag nach Bad Neuenahr-Ahrweiler gebracht. Gegen 6.30 Uhr in der Frühe erreichte der kleine Konvoi mit diesen sogenannten IBC-Containern sein Ziel in der von der Hochwasserkatastrophe schwer getroffenen Region.

Jannik Stiller (24), selbst ehrenamtlicher Feuerwehrmann in Harpstedt, kannte Kameraden aus dem Krisengebiet. Durch solche Kontakte erfuhr er, dass wegen der dort vielerorts zerstörten Versorgungsinfrastruktur Wasser besonders dringend gebraucht wird. Stiller hatte zusammen mit Dennis Noll überlegt, welche Art von Hilfe am sinnvollsten wäre. Gemeinsam mit weiteren Kameraden, teils sogar aus den Reihen der Kreisfeuerwehr Diepholz, holten beide die IBC-Container bei mehreren Unternehmen ab.

Hilfe auch aus anderen Kreisfeuerwehren

Das Ausspülen in Harpstedt erwies sich nicht als Problem, der Transport der voluminösen Fracht hingegen schon. Die Feuerwehr Wildeshausen sowie die Kreisfeuerwehren der Landkreise Oldenburg, Wesermarsch und Diepholz halfen den Harpstedtern. In sieben Fahrzeugen mit hinreichend Laderaum gelangten die Behälter nach Ahrweiler. Das Befüllen mit Brauchwasser übernahmen das Technische Hilfswerk und die Bundeswehr. In einer Notunterkunft verteilten die Feuerwehrkräfte zudem Spenden der Wildeshauser Tafel für Kinder – von Kuscheltieren bis hin zu Süßigkeiten. Das Ausmaß der Zerstörung schockierte die Helfer. So ähnlich müsse es wohl nach dem Krieg ausgesehen haben, hieß es. „Man kann sich einfach nicht vorstellen, welch zerstörerische Kraft Wasser zu entwickeln vermag, wenn man es nicht mit eigenen Augen gesehen hat“, sagt Jannik Stiller.

Neben Eigenbedarf an Ausrüstung für die zwei Aufenthaltstage mit Übernachtung im Hochwassergebiet transportierten die Feuerwehrkräfte Eimer, Pavillons, Handschuhe für Helfer und andere nützliche Dinge nach Ahrweiler.  

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