Harpstedter Gruppen und Organisationen stellen sich beim Ehrenamtstag „Verein(t) für Jung und Alt“ mit vielen verschiedenen Aktionen vor

Schöner Querschnitt des öffentlichen Lebens in der Samtgemeinde

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Die Mitmach-Aktion der Feuerwehren war auch für Zuschauer spektakulär.

Harpstedt - Reges Treiben herrschte am Sonnabend auf dem Koems-Gelände in Harpstedt. Bei strahlendem Sonnenschein tummelten sich zahlreiche große und kleine Besucher bei Aktionen der Vereine, Institutionen und Organisationen der Samtgemeinde. Diese wollten sich beim Ehrenamtstag „Verein(t) für Jung und Alt“ einem breiten Publikum vorstellen und um Mitglieder werben.

„Es wird leider immer schwieriger, Ehrenamtliche zu finden. Wer schon irgendwo eingebunden ist, möchte sich nicht unbedingt noch für eine weitere Sache verpflichten“, berichtete Ursel Göbberd vom Vorstand der Landfrauen Harpstedt-Heiligenrode. Aktuell sind diese mit etwa 20 Aktiven aufgestellt. Vielleicht werden es bald mehr, denn Göbberd wusste von tollen Ausflüge und Sportaktivitäten zu berichten, sowie einer Aktion, die ihr ganz besonders am Herzen liege: „Im September oder Oktober startet wieder das alljährliche Kochen in den Grundschulen.“

Auch das Zentrum Prinzhöfte, Verein für ganzheitliches Lernen und ökologische Fragen, präsentierte sich auf dem Koems-Gelände. Dazu gehören neben dem Tagungshaus „Mikado“ und der „Wildnisschule“ Wildeshausen auch die Kindertagesstätte Prinzhöfte sowie die dazugehörige Krippe. Momentan werden dort 23 Jungen und Mädchen im Kindergarten und zehn in der Krippe betreut. Erzieherin Steffi Greiner erklärte: „Es handelt sich um eine Konsultationskita. In ganz Niedersachsen gibt es nur etwa zehn solcher Einrichtungen.“ Die Kindertagesstätte hat sich ein „lebendiges Lernen“ auf die Fahnen geschrieben und orientiert sich an dem Konzept des Reformpädagogen Celestin Freinet. Am 12. September feiert die Einrichtung ihr 30-jähriges Bestehen.

Nur einen Tag später steht mit dem Mühlenfest einer der absoluten Höhepunkte im Jahr für den Mühlenverein auf dem Programm. Der wurde vor drei Jahren gegründet und umfasst inzwischen rund 30 Mitglieder. In den Jahren 2010 und 2011 wurde die Mühle mithilfe von öffentlichen Mitteln saniert. „Es ist eine tolle Sache, Mitglied zu sein“, berichtet Kassenwart Horst Hackfeld. Ziel sei es, den Mühlenbesitzer bei der Unterhaltung zu unterstützen.

Die sieben Ortsfeuerwehren der Samtgemeinde präsentierten sich mit ungefähr 20 Aktiven und diversen Fahrzeugen. An einem alten, zerlegten Auto führten die Einsatzkräfte vor, wie sie mit Hilfe von Schere und Spreizer eine verklemmte Autotür öffnen. Interessierte konnten dies im Anschluss als Mitmachaktion selber ausprobieren. Auch die fünf Jugendwehren waren mit 15 Personen vertreten und boten diverse Spiele für Kinder an.

Ein weiters Highlight für den Nachwuchs waren die Pferde vom RC Sport. „Wir haben aktuell etwa 300 Mitglieder und elf Schulpferde. Diese Anzahl haben wir aufgrund des großen Bedarfs erhöht“, berichtete der erste Vorsitzende, Harald Straßer. Im September gibt es für Einsteiger ein Hallenreitturnier. Außerdem bietet der Verein im Herbst und über Ostern Ferienprogramme an.

Großen Applaus erntete das Unicycle-Team. Die Einradfahrerinnen Melina und Hannah Allmandinger, Marie Gröper und Celina Kreye begeisterten das Publikum mit einer kleinen Kür aus ihrem Repertoire. Ungefähr 110 Aktive trainieren an vier Tagen in der Woche. Im Oktober wird ein Workshop für interessierte Anfänger angeboten.

Auch der Förderverein der Schulen im Flecken Harpstedt stellte sich und seine Aktivitäten vor. Unter anderem gibt es ein neues Banner, auf dem die Aktionen des vergangenen dargestellt sind. Jan Horstmann und Jordan Kaldewey von der Schulradio-AG der Haupt- und Realschule sorgten mit einer Musikanlage für Untermalung. Die Schülerfirma hatte leckere Cookies gebacken und bot diese an. Maximilian Oebker, Leiter des Schulsanitätsdienstes an der Haupt- und Realschule, stellte den neuen Kreislauf-Rucksack vor, den der Förderverein gesponsert hat. Die Utensilien darin kommen zum Einsatz, wenn ein Schüler kollabiert. In den vergangenen zwei Jahren habe es 60 Mal den Fall gegeben, dass Rettungswagen kommen musste, zehn Kinder wurden zusätzlich durch den Notarzt versorgt.

Daneben stellten sich noch diverse andere Gruppen vor, sodass sich ein schöner Querschnitt des öffentlichen Lebens in der Samtgemeinde zeigte.

aro

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