Harpstedter Bürgerschützenfest: Neuer König Eike Harnisch wohnt wie der bisherige im II. Rott am Logeweg

Werner Richter: „Da muss ein Nest sein“

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Sie ließen sich gestern Abend gebührend feiern: Bürgerschützenkönig Eike Harnisch und seine Königin Saskia Kamp.

Harpstedt - Von Jürgen Bohlken. „Da muss ein Nest sein“, kommentierte Werner Richter, Bürgermeister des Fleckens Harpstedt, gestern Abend bei der Krönung des neuen Harpstedter Bürgerschützenkönigs Eike Harnisch den Umstand, dass sich der Regent nun schon zum zweiten Mal in Folge aus dem II. Rott und aus dem Logeweg rekrutiert. Das neue Königshaus stehe sogar „in Sichtweite“ des Domizils der bisherigen Majestät Stefan Schötschel, merkte Richter an.

In seiner bürgerlichen Existenz verdient Eike Harnisch seinen Lebensunterhalt als Lehrer. Der 47-Jährige unterrichtet an der Haupt- und Realschule Harpstedt. Seine Hauptfächer: Deutsch und Sport.

Sein Vater Friedrich habe, so erwähnte der Bürgermeister, fast sein Leben lang König werden wollen, „doch so richtig hat‘s nicht geklappt“. Manchmal bedürfe es eben eines langen Atems. Als Königin steht Eike Harnisch während seiner Regentschaft seine Lebensgefährtin Saskia Kamp zur Seite. „Aus berufenem Munde weiß ich, dass er ein ganz lieber Kerl ist“, sagte Richter schmunzelnd. Im Privatleben spiele Eike Harnisch in einer Band. Auch seine Begeisterung für Fußball im Allgemeinen und Werder Bremen im Besonderen kam zur Sprache.

102 Anwärter hatten auf die Königsscheibe geschossen. 26 verglichen sich im Umschießen. Zwei davon schafften eine Zwölf und mussten abermals ins Stechen; dort legte Rainer Ahlers (II. Rott) aus der Loué-Straße eine Sechs vor. Eike Harnisch übertrumpfte ihn knapp mit einer Sieben.

Um den U21-Pokal buhlten im Rahmen des diesjährigen Schiebenscheetens nur drei Anwärter. Der 20-jährige Lukan Fastenau errang die Trophäe. Eines Umschießens bedurfte es nicht.

26 ehemalige Bürgerschützenkönige beteiligten sich indes am Schießwettkampf um den Königspokal. 14 von ihnen kamen ins Stechen. Nur einer, nämlich Horst Bokelmann (III. Rott), der Bürgerschützenkönig von 1993/94, schaffte eine Zwölf und stand damit als Sieger fest.

Einer nicht ganz so guten Resonanz wie im Vorjahr, aber mit 18 mitwirkenden dreiköpfigen Mannschaften immer noch sehr beachtlichen Beteiligung erfreute sich der „Damen-Team-Cup“. Zwei Mannschaften schafften es mit je 81 Ringen ins Umschießen. Dort siegten dann Nicole Harnisch, die Schwägerin des neuen Bürgerschützenkönigs, Susanne Delgado und Maria Delis-Meyer. Das Trio freute sich über einen Geldpreis – 100 Euro in bar. „Die könnt ihr, wenn ihr wollt, sogar noch heute Abend hier auf dem Bürgerschützenfest auf den Kopf hauen“, regte Oberst Rolf Ranke an.

Nach dem Ehrentanz des alten und neuen Königspaares beendeten die Offiziere das Krönungsritual mit dem traditionellen Säbelrasseln zu den Klängen des Schweinemarsches. Trotz der fast noch winterlichen Kälte hatten zahlreiche „Zaungäste“ das Prozedere auf dem Krönungsplatz beim Koems-Saal aufmerksam und mit Begeisterung verfolgt.

• Heute nimmt das nächste Kapitel im Rahmen der Schiebenscheeten-Woche in Harpstedt seinen Lauf: Um 20 Uhr wird die Königsscheibe am Hause der neuen Majestät Eike Harnisch aufgehängt. Antreten ist um 19.45 Uhr beim Rottlokal des neuen Königsrotts (II.) – dem Gasthaus Pagels an der Langen Straße.

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