Harpstedt: Ufke Janssen wird Grundschulleiter und Woldemar Schilberg Konrektor

Neue Doppelspitze

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Übernimmt die Grundschulleitung in Harpstedt: Ufke Janssen aus Dötlingen.

Harpstedt - Von Jürgen Bohlken. Mittlerweile ist es ein offenes Geheimnis, dass Ufke Janssen die Nachfolge von Wolfgang Kunsch als Grundschulrektor in Harpstedt antritt – und Woldemar Schilberg die mit dem Ausscheiden von Elsa Kramer-Spielmann frei werdende Konrektorenstelle übernimmt. Bestätigt hat das am Montagabend Samtgemeindebürgermeister Herwig Wöbse auf Nachfrage.

Ufke Janssen leitete von 1995 bis 2012 die Grundschule Neerstedt. Der 57-Jährige ist verheiratet, hat zwei erwachsene Kinder und wohnt in Dötlingen. In dem Huntedorf fühlt er sich ausgesprochen wohl. Seit 2012 bekleidet Janssen die Rektorenstelle an der Grundschule in Sandkrug. Mit Wolfgang Kunsch verbinden ihn auch private Erlebnisse. „Wir haben sogar einmal zusammen den Hamburg-Marathon gelaufen. Ich glaube, im Jahr 2007“, erinnert sich Janssen, der zu den maßgeblichen Begründern des Schulverbundes Huntetal zählte und sein künftiges Wirkungsfeld durchaus kennt.

Woldemar Schilberg, Konrektor der Delmenhorster Hauptschule West und designierter Nachfolger von Elsa Kramer-Spielmann, wohnt indes in Wildeshausen. Er gehört auch dem Stadtrat der Kreisstadt an.

Für die bewährte Doppelspitze Kunsch–Kramer-Spielmann fällt der letzte Arbeitstag an der Grundschule Harpstedt mit dem letzten Schultag vor den Sommerferien, 22. Juli, zusammen. Rektor und Konrektorin treten dann in den verdienten Ruhestand ein.

Wolfgang Kunsch war 1973 – gleich nach dem Studium – an die Grundschule Harpstedt gekommen. Als er 1985 die Rektorenstelle antrat, sei er der jüngste Schulleiter im Landkreis Oldenburg gewesen. Mit Stolz und Freude erfüllt den heute 64-Jährigen die Entwicklung, die in den vergangenen Jahrzehnten die Grundschule Harpstedt genommen hat. Drei große Baumaßnahmen erlebte Kunsch mit. Zuletzt waren der neue Musikraum über der Bibliothek und die neue Turnhalle realisiert worden. Bei der ersten Maßnahme sei es indes vor allem darum gegangen, für die Basisklasse einen guten Raum zu bekommen; letztlich seien zwei Klassen- und zwei Gruppenräume – zur Haupt- und Realschule hin – angebaut worden. „Das muss Ende der Achtziger gewesen sein“, glaubt Kunsch. Die Einführung der Vollen Halbtagsschule erforderte in den 1990ern eine weitere – große – Anbaumaßnahme. Neue Klassenräume, jeweils mit Gruppenraum, kamen hinzu.

Noch heute bedauert der Rektor, dass sich das Land aus Kostengründen nicht dazu durchringen konnte, die Vollen Halbtagsschulen zu bewahren. Aus pädagogischer Sicht sei diese Schulform die beste gewesen, auch besser als die jetzige Verlässliche Grundschule. „Da stimmte nicht nur die Lehrerversorgung, sondern ebenso das ganze Drumherum“, urteilt Kunsch. Als echtes Highlight wertet er im Rückblick auf seine Dienstjahre die naturnahe Umgestaltung des Pausenhofes. Die Schule hatte die Elternschaft bei diesem Projekt nicht nur mitgenommen, sondern sie im Interesse einer guten Akzeptanz sogar aktiv eingebunden.

Elsa Kramer-Spielmann, Geburtsjahrgang 1951, hat in jahrzehntelangem Wirken ebenfalls ihre Spuren an der Grundschule Harpstedt hinterlassen. Die ambitionierte Pädagogin steht Wolfgang Kunsch schon seit 1987 als Konrektorin zur Seite. Beide leiten seit der Vakanz, die in Dünsen das Ausscheiden von Rektorin Gabriele Chapus nach sich zog, die dortige Grundschule kommissarisch mit. Diese zusätzliche Aufgabe wartet nun bald wohl auch auf die neue Harpstedter Doppelspitze. Es sei denn, es gelingt zeitnah, die vakante Schulleiterstelle in Dünsen wiederzubesetzen. In diesen Tagen wird sie zum zweiten Mal ausgeschrieben.

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