Kostenlose Corona-Schnelltestungen in Harpstedt

„Ach, das war’s schon?“

Premiere im „Lämmerkoven“: Die Malteser führten Corona-Schnelltests durch.
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Premiere im „Lämmerkoven“: Die Malteser führten Corona-Schnelltests durch.

Harpstedt – Macht es Sinn, sich auf Sars-CoV-2 testen zu lassen, wenn nun wieder die „Notbremse“ in Kraft tritt und womöglich beispielsweise körpernahe Dienstleistungen, für die es zuletzt eines negativen Testergebnisses bedurfte, in den Lockdown zurückgedrängt werden? „Auf jeden Fall“, sagt Georg Rehaag von den Maltesern, die nun zweimal wöchentlich auch auf dem Koems-Gelände in Harpstedt kostenlose Corona-Schnelltests durchführen – montags von 18 bis 20 und donnerstags von 17 bis 19 Uhr.

In Anspruch genommen wurde das Angebot zum Auftakt schon, aber ein Run blieb aus. 30 Testwillige standen um 18 Uhr vorm „Lämmerkoven“.

„Wir haben nur zwei Schrauben, an denen wir drehen können. Eine ist das Impfen. Und die zweite: Testen, testen, testen. Ob Besuch bei der Oma, Kontakte am Arbeitsplatz oder Einkäufe – jeder sollte bestrebt sein, andere Menschen nicht mit Corona anzustecken. Von daher ist es ratsam, sich testen zu lassen, selbst wenn das Ergebnis immer nur eine Momentaufnahme ist“, sagt Rehaag.

Freie Wahl: Nase oder Rachen?

„In Wildeshausen hatten wir einen Handwerksbetrieb da“, berichtet der 51-Jährige. „Die Firma wird jetzt wahrscheinlich jeden Montagmorgen ihre Mitarbeiter bei uns durchtesten lassen. Die Beschäftigten wollen ruhigen Gewissens als Dienstleister zu den Kunden fahren – und daher selbst wissen, ob sie vielleicht jemanden in ihren Reihen haben, der positiv ist und in Quarantäne muss.“

Vor Ostern dürfte das Angebot wegen geplanter Verwandtenbesuche noch deutlich stärker nachgefragt werden. Wer sich testen lässt, entscheidet selbst, ob der Abstrich in der Nase oder im Rachen genommen wird. Letztere Variante werde häufig gewünscht, weiß Rehaag, und oft laute die Reaktion nach einmaligem Schlucken: „Ach, das war’s schon?“ Die Zukunft liege vermutlich nicht unbedingt in den Spucke-Selbsttests, die schon in Schulen ausprobiert worden sind, aber auch als ein wenig eklig empfunden würden, so der Dienststellenleiter; er selbst halte den Abstrich für „die sicherere Variante“.

15 Minuten bis zum Ergebnis

Nach 15 Minuten liege das Ergebnis jeweils vor. Wer warten wolle, könne es sofort schriftlich bekommen. „Mancher ist darauf angewiesen. Die Handwerker, die wir getestet haben, wollten das alle haben“, berichtet Rehaag. Andere Leute hinterließen ihre Telefonnummer, gingen sofort wieder und wünschten nur bei positivem Testergebnis angerufen zu werden.

Wer mit Beschwerden komme, werde nicht in den Saal gelassen. „Die Betreffenden testen wir in solchen Fällen im Auto“, erläutert der Dienststellenleiter. Bei großem Andrang könnten auch in Harpstedt zwei oder drei „Teststraßen“ – statt einer –eingerichtet werden.

Ein Teil des Teams, das am Montagmorgen in Wildeshausen 56 Schnelltests durchgeführt hatte, kam am Abend im „Lämmerkoven“ erneut zum Einsatz. „Das Personal ist geschult. Die Leute wissen, was sie tun“, versicherte Rehaag. „Wir testen ja auch für die Kommune – etwa in Kitas oder auf dem Bauhof. Neu ist, dass nun jeder Bürger kommen darf. Das Material ist uns hingegen sehr vertraut“, so der 51-Jährige. Schnelltests seien jedenfalls „reichlich“ da und könnten zudem – von einen auf den anderen Tag – nachgeliefert werden.  

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