Freibad-Förderverein erhofft sich Anregungen

Aus „Flops“ sollen „Tops“ werden

Dieser Briefkasten an der Goseriede 5a in Harpstedt darf gern genutzt werden, um Anregungen in schriftlicher Form einzuwerfen, die geeignet sind, den Erlebniswert des Rosenfreibades zu steigern. Auch Kritik ist erlaubt, aber das Hauptaugenmerk sollte Verbesserungsvorschlägen gelten – besonders solchen, die sich für wenig Geld in die Tat umsetzen ließen. Für den „Tops & Flops“-Kasten des Freibad-Fördervereins rühren der erste Vorsitzende Thomas Siegel und die zweite Vorsitzende Gaby Otto die Werbetrommel – in der Hoffnung auf viele Ideen und Beiträge.
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Dieser Briefkasten an der Goseriede 5a in Harpstedt darf gern genutzt werden, um Anregungen in schriftlicher Form einzuwerfen, die geeignet sind, den Erlebniswert des Rosenfreibades zu steigern. Auch Kritik ist erlaubt, aber das Hauptaugenmerk sollte Verbesserungsvorschlägen gelten – besonders solchen, die sich für wenig Geld in die Tat umsetzen ließen. Für den „Tops & Flops“-Kasten des Freibad-Fördervereins rühren der erste Vorsitzende Thomas Siegel und die zweite Vorsitzende Gaby Otto die Werbetrommel – in der Hoffnung auf viele Ideen und Beiträge.

Harpstedt – Nach der „Ideen-Box“ des Verkehrs- und Verschönerungsvereins (VVV) geht nun der „Tops & Flops“-Kasten des Fördervereins Rosenfreibad Harpstedt an den Start. Der Eindruck einer vermeintlich „abgekupferten“ Idee trügt.

Der Förderverein war ohne jegliche Kenntnis des VVV-Vorhabens auf den gleichen „Trichter“ gekommen, aber aus einem anderen Grund: Manche coronabedingten Maßnahmen im Freibad während der Saison 2021 stießen bei Schwimmern und Vereinsmitgliedern auf Missfallen oder zumindest Unverständnis. Dazu gehörte die fehlende Sitzgelegenheit im Umkleideprovisorium. Eine einfache Bank hätte vor allem älteren Damen das Umkleiden bei vertretbarem Desinfektions-Mehraufwand sehr erleichtern können. Das sagen zumindest Kritiker, die diesen Punkt der Rubrik „Flop“ zuordnen würden.

„Nachkarten“ ist nicht die Absicht

Viele Unternehmen in der freien Wirtschaft halten es für alternativlos, sich selbst kontinuierlich zu hinterfragen und zu beurteilen, was in der Vergangenheit nicht ganz so rund gelaufen ist, um auf Grundlage der Analyse Verbesserungen für die Zukunft zu erwirken. Aus seinem eigenen Berufsleben kennt Thomas Siegel, Vorsitzender des Freibad-Fördervereins, Jahresgespräche, die das Ziel verfolgen, aus „Flops“ künftig „Tops“ zu machen. Und eben diese Praxis hält er für Kommunen als öffentliche Dienstleister für genauso sinnvoll. „Uns als Förderverein geht es keineswegs ums Nachkarten“, betont er.

Verbesserungen müssen ja nicht unbedingt viel Geld kosten.“

Gaby Otto

Vor diesem Hintergrund soll der „Tops & Flops“-Kasten auch kein Meckerkasten sein, sondern ein Sammelbecken für Bürger-Anregungen, die geeignet sind, den Erlebniswert und die Anziehungskraft des Rosenfreibades weiter zu steigern. Die Anlage sei zwar alt, erfahre aber viel Akzeptanz. Sie versprühe mit großen Liegewiesen, Schatten spendenden Bäumen und dem Schwimmerbecken mit 50-Meter-Bahnen einen ganz besonderen 60er/70er-Jahre-Charme, weiß die zweite Fördervereinsvorsitzende Gaby Otto. Bei ihr am Gartenzaun an der Goseriede 5a in Harpstedt – gegenüber vom Kfz-Betrieb Landgraf – hängt der „Tops & Flops“-Kasten. Zu erkennen ist er am Fördervereinslogo.

Jahresbeitrag bewusst moderat gehalten

Der gemeinnützige Förderverein Rosenfreibad Harpstedt e.V., am 15. Mai 2017 von 14 Gründungsmitgliedern aus der Taufe gehoben, hat sich auf die Fahne geschrieben, zur Steigerung der Attraktivität des Freibades beizutragen und den Erlebniswert dieses „Juwels mitten in Harpstedt“ sowie ganz allgemein Gesundheit und Sport zu fördern. Er ist bestrebt, im Interesse dieser Anliegen mit Schulen, anderen Vereinen und Organisationen sowie der Verwaltung der Samtgemeinde zusammenzuarbeiten. Natürlich sind dem e.V. Spender und Sponsoren willkommen. Denn um als Verein überhaupt fördern zu können, braucht es nun einmal Fördergeld. Wer das Harpstedter Rosenfreibad für eine unterstützenswerte Einrichtung hält, kann gern für gerade mal zwölf Euro im Jahr „einsteigen“ – als Vereinsmitglied. Der Beitrag ist bewusst moderat gehalten. Nähere Informationen können per E-Mail an foerderverein.rosenfreibad@web.de erbeten werden.

„Verbesserungen müssen ja nicht unbedingt viel Geld kosten“, weiß Gaby Otto. Vor allem um solche Anregungen, auch um kleine Veränderungen mit größerem Nutzen, geht es dem Verein. Alle Mitbürgerinnen und Mitbürger, denen das Freibad am Herzen liegt, dürfen ihre Vorschläge gern notieren und ihre zu Papier gebrachten Gedanken in den Kasten werfen – auch anonym. Der Förderverein leitet die Anregungen dann weiter an Samtgemeindebürgermeister Yves Nagel.

Der neue Verwaltungschef hatte sich als Kandidat im Bürgermeisterwahlkampf besonders die Förderung von Naherholung und Tourismus auf die Fahne geschrieben. Ebenso formulierte er eine noch bürgernähere Verwaltung als Ziel und sagte zu, Bestrebungen zur Vernetzung von Vereinsaktivitäten zu unterstützen. In einem Gespräch mit dem Freibad-Förderverein brachte er sein Unverständnis darüber zum Ausdruck, dass sich die Öffnung des Freibades alle Jahre wieder als Folge von Fliesenschäden hinauszögert und die Samtgemeinde Harpstedt im Vergleich mit anderen Kommunen sehr spät in die Saison startet. Nun steht er in der Bringschuld und muss – nach angemessener Einarbeitungszeit – „liefern“.

Die „Tops“ sollen auch zu ihrem Recht kommen

Zum Thema „Vernetzung“ hat sich Gaby Otto ganz eigene Gedanken gemacht. Sie könnte sich sehr gut vorstellen, dass Museumsbahnfahrgäste vom Bahnhof mit einer Kutsche in den Ort gebracht werden; Mühlen- und Koems-Besichtigung, Minigolf und Freibadaufenthalt ließen sich so miteinander verbinden. Das käme nach Überzeugung der Harpstedterin auch der Gastronomie zugute, denn die Besucher würden „sicher auch ein paar Euro 50“ im Flecken lassen.

Die Zeit der neuerlichen Kontaktbeschränkungen und vorweihnachtlichen Besinnung sei womöglich genau richtig, um mal in sich zu gehen und über Verbesserungen im Freibad nachzudenken. Auch Thomas Siegel erhofft sich viele Anregungen und ist schon gespannt auf die Post, die im Kasten landet. Die „Tops“ sollen im Übrigen auch zu ihrem Recht kommen. Wer aufschreiben möchte, was er am Rosenfreibad besonders schätzt, darf auch das gerne tun.

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