Burggraben-Entschlammung in Harpstedt

„Modder“ bis fast an die Wasseroberfläche

Noch ein Ergebnis vorbereitender Arbeiten ist dieser Schlamm-Aushub.
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Noch ein Ergebnis vorbereitender Arbeiten ist dieser Schlamm-Aushub.

Update vom 5. März:  Die Entschlammung eines Teilabschnitts des Harpstedter Burggrabens ist inzwischen abgeschlossen. Bis einschließlich Dienstag, 9. März, laufen Aufräumarbeiten im Zufahrtsbereich des Amtshofgeländes, das deshalb bis dahin nicht befahrbar ist. Die Verwaltung der Samtgemeinde Harpstedt appelliert an Autofahrer, die öffentlichen Stellplätze in der Umgebung zu nutzen.

Ursprünglicher Artikel vom 2. März: Harpstedt – Nach mehr als 30 Jahren ist eine (Teil-)Entschlammung des Harpstedter Burggrabens dringend mal wieder geboten. Besonders viel „Modder“ hat sich östlich der Amtshofbrücke an der Amtsfreiheit angesammelt. Vor allem als Folge von eingetragenem Laub, das sich abgesetzt hat, reicht dort die Verschlammung fast bis an die Wasseroberfläche. Im Auftrag der Samtgemeinde Harpstedt geht der Ochtumverband aktuell in diesem Bereich zu Werke. „Der Teilabschnitt wird mittels Abdichtung durch Sandsäcke – ,Big Bags’ – an der Brücke zum Amtshof vom übrigen Burggraben abgetrennt und das in dem Bereich befindliche ,saubere’ Oberflächenwasser anschließend in die Delme abgeleitet. Der Schlamm verbleibt dabei im Burggraben beziehungsweise in der Teichanlage. Ein Kettenbagger mit neun Metern Reichweite positioniert sich auf dem Trenndamm zwischen Delme und Teichanlage. Damit kann der zu entnehmende Schlamm nach kurzer Verharrungszeit an der Böschungskante des Damms innerhalb des Teiches weitestgehend zusammengebaggert werden“, schildert Bauamtsleiter Jens Hüfner den Ablauf. Das schwere Gerät braucht einen sicheren Stand. Daher wird zunächst der Trenndamm durch Bodenaufbringung verstärkt.

„Big Bags“ zum Abdichten.

Beprobung ohne Befund

Der Schlamm gelangt per Lkw mit geschlossener Mulde zu einem Zwischenlager – zwecks Trocknung. Jens Hüfner weiter: „Eine bereits durchgeführte Beprobung hat keine Auffälligkeiten ergeben. Das ausschließlich organische Aushubmaterial wird aber nochmals beprobt und in Abhängigkeit vom abschließenden Ergebnis einer weiteren Verwendung oder Entsorgung zugeführt.“

Die vom „Modder“ zu befreiende Fläche der Teichanlage misst rund 200 Quadratmeter. Die Verschlammung ist dort mit einem Peilstab festgestellt worden. Sie beträgt im Mittel 80 Zentimeter. Folglich sind ungefähr 160 Kubikmeter Schlamm-Aushub zu erwarten. „Das dürfte einer Trockenmasse von 30 bis 70 Kubikmetern entsprechen“, erläutert der Bauamtsleiter. Mit Kosten „von geschätzt 10 000 Euro“ rechne die Samtgemeinde. Die Arbeiten seien allerdings mit einigen Unwägbarkeiten verbunden. Wenn alles wie geplant verlaufe, sei davon auszugehen, dass die Maßnahme „innerhalb weniger Tage zum Abschluss gebracht werden kann“.  

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