Oper mal frisch und jugendgerecht

Oberschüler sehen eigene Vorbehalte nicht bestätigt

Der Hinweis auf den Fluchtweg an den Treppenstufen zur Bühne wirkte während der Opernaufführungen vor jungem Publikum schon irgendwie unfreiwillig komisch. Die Schülerinnen und Schüler erlebten aber keine orientalische Geschichte mit Arien „zum Weglaufen“, sondern sie wurden aufs Angenehmste überrascht.
+
Der Hinweis auf den Fluchtweg an den Treppenstufen zur Bühne wirkte während der Opernaufführungen vor jungem Publikum schon irgendwie unfreiwillig komisch. Die Schülerinnen und Schüler erlebten aber keine orientalische Geschichte mit Arien „zum Weglaufen“, sondern sie wurden aufs Angenehmste überrascht.

Harpstedt – Mit Spannung haben die Fünft-, Sechst- und Siebtklässler am Donnerstag die Junge Oper Detmold an der Oberschule in Harpstedt erwartet. Um es vorwegzunehmen: Ihre Erwartungen wurden weit übertroffen.

Pandemiebedingt gab es für jeden Jahrgang eine separate Vorstellung. Mit Oper assoziierten viele der Kinder und Jugendlichen Smoking und Abendkleid, langatmige Arien für erlauchtes Publikum, teils auch den Musikgeschmack der eigenen Großeltern. Kurzum: Es gab durchaus Vorbehalte gegen dieses „Fach“ und Genre. Umso größer war die Überraschung darüber, wie jugendgerecht und dabei sogar höchst beeindruckend Oper daherkommen kann. Die Aufführungen von Carl Maria von Webers „Eine Geschichte aus 1001 Nacht – Abu Hassan“ sagten dem jungen Publikum voll zu.

Die Darsteller weckten bereits bei den letzten Aufwärmübungen hinter der Bühne die Neugierde der Mädchen und Jungen. Ehe die Vorstellung begann, klärte einer der Protagonisten mit den Schülerinnen und Schülern, was alles für eine Oper benötigt wird. Mithilfe des Kamels Kalle gelang es, ihnen die unterschiedlichen Stimmlagen eindrucksvoll näherzubringen.

Mitmachen in orientalischer Kulisse

Sodann konnte die Ouvertüre starten. Die Kulisse mit einem orientalischen Zimmer – mit Blick auf die Stadt Bagdad – und allerlei Requisiten ließ die jungen Zuhörer in eine andere Welt eintauchen. Die Geschichte vom schlitzohrigen Abu Hassan und seiner Frau Fatime zog sie sofort in ihren Bann. Das Paar steckte in Geldnöten. Es kam auf eine listige Idee, um den Geldverleiher Omar zu überlisten und Bares vom Kalifen sowie der Kalifin zu ergattern.

Auf dieser Reise konnten die Schüler Abu Hassan und Fatime begleiten. Am Ende durften jeweils eine Lehrkraft und die Schulsozialarbeiterin in die Rolle der Kalifin schlüpfen und das Ensemble unterstützen.

Besonders imponierte den Fünft-, Sechst- und Siebtklässlern, dass die Darstellerinnen und Darsteller ganz ohne Mikrofone, Verstärker und Lautsprecher auskamen und mit ihren schönen Stimmen die Pausenhalle füllten. Der Eindruck, der bei den Lehrkräften zurückblieb: „Diese Vorstellungen werden alle Beteiligten noch lange in positiver Erinnerung behalten.“

Das könnte Sie auch interessieren

elona ist da. Ihre lokalen Nachrichten.

Mehr zum Thema:

Meistgelesene Artikel

Tischlerei-Komplex brennt lichterloh

Tischlerei-Komplex brennt lichterloh

Tischlerei-Komplex brennt lichterloh
Corona-Inzidenz steigt in Wildeshausen über 1.000

Corona-Inzidenz steigt in Wildeshausen über 1.000

Corona-Inzidenz steigt in Wildeshausen über 1.000
Mit dem Siegel der Exklusivität

Mit dem Siegel der Exklusivität

Mit dem Siegel der Exklusivität
Einmalig: Suppe in Talerform aus Wildeshausen

Einmalig: Suppe in Talerform aus Wildeshausen

Einmalig: Suppe in Talerform aus Wildeshausen

Kommentare