Gänsehautmomente auch „ohne zwei“

„New York Gospel Stars“ „rocken“ die Christuskirche

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Eine Klasse für sich: die „New York Gospel Stars“ – hier während ihres Konzerts in der Harpstedter Christuskirche.

Harpstedt - Von Anja Rottmann. Dieses Fazit lässt sich ohne Übertreibung ziehen: Die „New York Gospel Stars“ haben am frühen Sonntagabend die Harpstedter Christuskirche regelrecht „gerockt“.

Davon zeugten Standing Ovations nicht nur am Ende des Konzerts, sondern ebenso nach einzelnen Darbietungen. Auf seiner großen Jubiläumstournee ist das Ensemble das zehnte Jahr in Folge auch in Deutschland unterwegs. Allerdings konnte es in Harpstedt nur in acht- statt in zehnköpfiger Besetzung auftreten. Chorleiter Craig Wiggins und Sängerin Melodie Nicholson waren stimmlich angeschlagen. Sie fehlten daher. 

Mit ihrer großen Bühnenpräsenz und ihrer Stimmgewalt haben die „New York Gospel Stars“ schon zahllose Zuhörer begeistert. Sie gelten als einer der renommiertesten Gospelchöre. Wie die Metropole, nach der sie sich benannt haben, verkörpern sie einen immensen Facettenreichtum.

Musikalisch begleitet durch ein Piano, kamen die Zuhörer in den Genuss beliebter Spirituals. Die Ausdrucksstärke des Ensembles ging mit einer guten Akustik des Gotteshauses einher: Ob ganz vorn, auf der Empore oder ganz hinten – der Gesang war überall gut zu hören, wenngleich die Künstler ganz ohne Mikros und elektrische Verstärkung ihrer Stimmen auskamen.

Die Musik ist ihr Leben

Die Besucher erlebten ein Konzert voller Emotionen, Spiritualität und mitreißender Kraft. Die Chormitglieder animierten mit Erfolg zum Mitklatschen, -schnippen und -singen. Sie „zauberten“ eine hinreißende Stimmung mit unvergesslichen Momenten. In Songs wie „How I got over“, Oh when the Saints“ oder „Can’t nobody do me like Jesus“ offenbarten sich ein perfektes Zusammenspiel von Rhythmus, Spaß und Lebensfreude sowie Brillanz in solistischen Darbietungen.

Was die Akteure Tyrone Flowers, Malik Mcclain, Matia Washington, Alison Mitchell, Latoya Duggan, Eugene Reid, Brianna Turner und Dejon Carr gemeinsam haben, entging dem Publikum nicht: Jeder einzelne von ihnen bringt einen Teil der eigenen Persönlichkeit ein; erst das macht den Chor zu einem wundervollen Ganzen. Die Künstler können aus einem riesigen Erfahrungsschatz schöpfen. Sie traten bereits in ganz jungen Jahren auf. Die Musik ist ihr Leben.

Sehr viel Wert legen die „New York Gospel Stars“ auf eine große Nähe zum Publikum. Eine Beziehung zu den Zuhörern aufzubauen, gelang ihnen in Harpstedt auf beeindruckende Weise. Nur allzu gern ließen sich die Gospelfreunde von den Profis eine Gänsehaut nach der anderen über den Rücken „jagen“.

Unvergessliche Abend voller Hörgenuss

Eine gefühlvolle Coverversion von „We are the world“ (im Original von „USA for Africa“) sowie als Zugabe „Oh happy day“ krönten das Konzert. Donnernder Applaus ließ erahnen, dass die Besucher einen unvergesslichen Abend voller Hörgenuss erlebt hatten, der ihnen noch lange im Gedächtnis haften dürfte.

Der Chor bereist während seiner aktuellen Tournee mehr als 80 deutsche Städte – in einem großen Bus. Johanna Goldstein und ihre Kollegin stehen der Truppe als Tourbegleiterinnen zur Seite. „Mittlerweile sind wir eine kleine Familie geworden. Man gibt gegenseitig auf sich Acht. Schließlich sind wir drei Monate zusammen unterwegs. Da ist eine in sich gewachsene Konstellation wichtig“, so Goldstein.

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