Bundestagsabgeordnete bei den Eisenbahnfreunden

Sorge wegen steigender Kohlepreise

Nach Unterstützungsbedarf erkundigte sich die Abgeordnete und Bundestagskandidatin (links oben) während ihres Besuchs bei den Eisenbahnfreunden.
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Nach Unterstützungsbedarf erkundigte sich die Abgeordnete und Bundestagskandidatin (links oben) während ihres Besuchs bei den Eisenbahnfreunden.

Harpstedt/Delmenhorst – Starke Einschränkungen hat die Coronapandemie den Delmenhorst-Harpstedter Eisenbahnfreunden (DHEF) beschert. Obendrein lassen absehbar steigende Kohlepreise den Verein mit wachsender Sorge in die Zukunft blicken.

Darüber sprachen der Vorsitzende Andreas Wagner und seine Stellvertreterin Sabine Dube mit der Abgeordneten und SPD-Bundestagskandidatin Susanne Mittag, die sich im Verlauf eines Besuchstermins nach weiterem Unterstützungsbedarf erkundigte.

Die Sozialdemokratin, die am 26. September erneut ins Parlament gewählt werden will, bekam vor Augen geführt, dass die Instandhaltung der Fahrzeuge und der Museumsbahn-Fahrbetrieb auf ehrenamtlichem Engagement fußen. Ohne die freiwilligen Aktivposten liefe nichts. Zu den DHEF, 1976 als Verein gründet, zählen mittlerweile 170 Mitglieder. Susanne Mittag imponierte besonders, dass sich auch junge Leute einbringen. Viele würden während ihrer Ausbildung abends in der Fahrzeughalle an den Schienenfahrzeugen schrauben. Der Museumsbahnverein genieße überregionale Bekanntheit.

Der Betrieb der Museumseisenbahn lebt von dem Gefühl der Passagiere, während einer Fahrt im Nostalgiezug in der Zeit zurückzureisen. Ein ,Umbau’ auf andere Kraftstoffe ist bei diesem besonderen Fall nicht nur schwer möglich, sondern verfälscht auch die historische Wirklichkeit.“

Susanne Mittag

Gerade in der aktuellen Situation fragen sich die DHEF aber, wie lange die Einnahmen aus dem Fahrbetrieb noch die Kosten decken werden. Die Folgen der Pandemie mit wegbrechenden Erlösen aus Kartenverkäufen sind dabei nur die eine Seite der Medaille; die andere: Als Folge der Klimaschutzgesetzgebung und der Maßnahmen zur Reduktion des CO2-Ausstoßes sieht sich der Verein auf lange Sicht mit immer höheren Preisen für Kohle konfrontiert. Diesen Brennstoff aber benötigt er, um die Dampflok befeuern zu können und einen authentischen historischen Eindruck zu vermitteln.

Hoffen auf „normale“ Wintersaison

„Der Betrieb der Museumseisenbahn lebt von dem Gefühl der Passagiere, während einer Fahrt im Nostalgiezug in der Zeit zurückzureisen. Ein ,Umbau’ auf andere Kraftstoffe ist bei diesem besonderen Fall nicht nur schwer möglich, sondern verfälscht auch die historische Wirklichkeit. Hier müssen in Zukunft entsprechende Ausnahmeregelungen für derartige Einrichtungen geschaffen werden, die für ein begrenztes Tageskontingent Fahrten mit der Museumseisenbahn auch unter dem Einsatz von Kohle ermöglichen“, formulierte Susanne Mittag ihren Standpunkt.

Was die Pandemie angeht, so ruhen die Hoffnungen der Museumsbahner nun darauf, zumindest die kommenden Winterfahrten regulär – wie in der „Vor-Corona-Zeit“ – durchführen zu können. Aus gutem Grund: Gerade die Kohlfahrten und die Glühweinabende zählen zu den besucherstärksten Angeboten. Auch Kinder wissen das Reiseerlebnis in Waggons der Holzklasse zu schätzen, vor allem im Advent; davon zeugt der Erfolg der beliebten Nikolausfahrten.

Die Anregungen aus den Reihen des Vereins nahm Susanne Mittag nach eigenem Bekunden dankbar entgegen. Sie werde das Gehörte bei ihrer Arbeit einbringen und weiterhin mit den DHEF „im Austausch bleiben“, sicherte die Parlamentarierin zu.

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