Vollampel nötig? Zählung wird ausgewertet

„Große Kreuzung: „Müssen keine schnelle Lösung finden“

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Tempo 30-Limit auf der Burgstraße – und gut? Ob die Vollampel für die „große Kreuzung“ kommt, ist weiterhin offen. 

Harpstedt - Kurz nach den Sommerferien hatte ein Fachbüro im Auftrag der Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr, Geschäftsbereich Oldenburg, die zuvor landkreisseitig angekündigte Knotenstromzählung auf der „großen Kreuzung“ Mull-/Burg-/Lange Straße in Harpstedt vollzogen und dabei nicht nur die Anzahl der Kraftfahrzeuge, Fußgänger und Radfahrer zu verschiedenen Zeiten erfasst, sondern alle Verkehrsbewegungen.

Wer kommt woher? Wer quert die Kreuzung in welche Richtung? Wer biegt wohin ab? Um aussagefähiges Zahlenmaterial zur Verkehrsbelastung der Kreuzung zu erhalten, mussten die „Zähler“ ganz genau hinschauen.

Das Straßenverkehrsamt im Kreishaus wird auf Basis dieser Daten mit Beteiligung der Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr und der Polizeiinspektion Delmenhorst/Oldenburg-Land/Wesermarsch entscheiden, ob weitere Maßnahmen zur Entschärfung der Kreuzung nötig sind und – wenn ja – welche. Die von Politikern und Harpstedter Einwohnern immer wieder erneuerte Forderung nach einer Vollampel steht seit Jahrzehnten im Raum. 

Was aber womöglich vielen Bürgern gar nicht so richtig bewusst ist: Eine solche Ampelanlage kann die Politik genauso wenig beschließen wie die Aufstellung eines Verkehrsschildes. Diese Entscheidung fällt allein in behördliche Verantwortung und muss im Einklang mit der Straßenverkehrsordnung (StVO) stehen. Das heißt auch: im Einklang mit der Sicherheit und „Leichtigkeit“ des Verkehrs. Die Entscheidung des Straßenverkehrsamtes könnte, wie auch immer sie ausfällt, allerdings auf dem Rechtsweg angefochten werden.

Ergebnisse liegen der Behörde bald vor

Die Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr wertet die Daten aus der Knotenstromzählung aus. Die Ergebnisse liegen dem Straßenverkehrsamt voraussichtlich sehr bald vor. Erst dann wird sich zeigen, ob das im Mai angeordnete Tempo 30-Limit für die Burgstraße sowie die ergänzten und veränderten Fahrbahnmarkierungen auf der Langen Straße bereits ausreichen – oder eben nicht. Seit Umsetzung dieser Maßnahmen habe es zumindest keinen Verkehrsunfall mehr auf der Kreuzung gegeben, gibt Heike Lüning von der Straßenverkehrsbehörde zu bedenken. Das wolle zwar „keiner hören“, aber im Moment sehe es nun einmal tatsächlich so aus, als hätten sich Geschwindigkeitsbegrenzung und Markierungen „positiv ausgewirkt“. 

Genau aus diesem Grund gebe es zumindest keinen akuten Handlungsbedarf. Will heißen: „Wir müssen jetzt nicht alles stehen und liegen lassen und zwingend eine schnelle Lösung finden.“

Gleichwohl werde der Vorgang abgearbeitet und eine Entscheidung herbeigeführt. „Wenn sich aus der Straßenverkehrsordnung die Notwendigkeit einer Vollampel ergibt, wenn diese also zwingend zur Regulierung des Verkehrs erforderlich sein sollte, dann werden wir sie anordnen“, stellt Heike Lüning klar.

boh

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