Blick in den Turm der Christuskirche

Hinweis auf die 1739 abgebrannte Martinskirche im Geläut

Kirchenglocke im Dachstuhl.
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Wiegt mehr als eine Tonne: die Friedensglocke.

Harpstedt – Ein Hinweis auf die beim verheerenden Großen Brand von 1739 in Harpstedt zerstörte Martinskirche findet sich noch heute in der Christuskirche: Die Prägung der auf den Ton e gestimmten Friedensglocke weist darauf hin. 1 030 Kilogramm wiegt allein dieser imposante Teil des Geläuts.

Nach der Einweihung der Christuskirche im Jahr 1753 führte Mittelknappheit dazu, dass die Kirchengemeinde Bassum den Harpstedtern zunächst leihweise eine Glocke zur Verfügung stellte. 1782 war genügend Geld für eine eigene eingesammelt. Eine zweite kam 1787 hinzu. Diese größere Glocke wurde 1917 beschlagnahmt; das enthaltene Kupfer fand Verwendung für Kriegszwecke – für den Bau von Granaten.

1922 erstand die Kirche aus Spenden zwei Eisenglocken für das Harpstedter Gotteshaus; 1948 kam eine dritte hinzu, die mit 22 Zentnern Gewicht nach fünf Tagen schwerster Arbeit im Turm untergebracht war.

In den 1980er-Jahren bat die Kirche wieder um Spenden für ein neues Geläut. Mehr als 65 000 DM kamen zusammen. Die vier daraufhin angeschafften neuen Glocken haben die Tonfolge cis, e, fis, a. Sie stehen symbolisch für die vier Himmelsrichtungen, in die sie ertönen. Die alten Eisenglocken sind noch heute auf dem Kirchhof zu bewundern.

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