Bokelmann erntet Widerspruch in Sachen Freibad

Wöbse: „Habe Beschränkungen nie mit Anordnungen begründet“

Herwig Wöbse.
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Herwig Wöbse.

Harpstedt – Er habe die coronabedingten Beschränkungen im Rosenfreibad in der Saison 2021 nie mit Anordnungen des Gesundheitsamtes begründet, reagiert der damalige Samtgemeindebürgermeister Herwig Wöbse auf Äußerungen von Flecken-Altbürgermeister Hermann Bokelmann („Bedürfnisse der Schwimmer einbeziehen“, Bericht vom 15. November).

Zwar solle er sich angeblich mal so in der CDU-Senioren-Union geäußert haben, sei einem Pressebericht zu entnehmen gewesen, „aber diese Darstellung war nicht korrekt“, sagt Wöbse. Er habe ihr nur nicht öffentlich widersprochen.

Richtig sei, dass die Beschränkungen für die Nutzung des Rosenfreibades unter Coronabedingungen fortlaufend in Abstimmung mit dem Gesundheitsamt festgelegt worden seien. „Nichts anderes habe ich auch immer gegenüber der Presse kundgetan“, betont Herwig Wöbse.

Die Kontrolle der Vorgaben wäre für das Badpersonal weder leistbar noch zumutbar gewesen. Auf eine freiwillige Einhaltung durch die Badegäste zu setzen, war keine Option.“

Herwig Wöbse

Ihm sei es im Übrigen nicht darum gegangen, möglichst vielen Besuchern Einlass ins Bad zu gewähren, sondern ein verantwortlicher, von vorbeugendem Gesundheitsschutz geprägter und mit der zuständigen Fachbehörde abgestimmter Umgang mit der Pandemie auf Grundlage der erlassenen Vorgaben habe für ihn stets Priorität gehabt.“

„Duschen-Schließung auf behördliche Empfehlung“

Die von Bokelmann kritisierte Schließung der Duschen und Umkleiden gehe auf eine Empfehlung des Gesundheitsamtes zurück. Diese Maßnahme hält Wöbse nach wie vor für richtig.

„Wir haben in Harpstedt nun mal keine Einzel-, sondern Sammelduschen. Sie offen zu lassen, hätte eine Maskenpflicht und bauliche Umrüstungen zur Abstandseinhaltung im Umkleidegebäude bedeutet. Und das hätte auch geheißen, vor und nach dem Duschen Maske tragen zu müssen. Die Kontrolle der Vorgaben wäre für das Badpersonal weder leistbar noch zumutbar gewesen. Auf eine freiwillige Einhaltung durch die Badegäste zu setzen, war keine Option“, sagt Wöbse. Im Falle von Gesundheitsbeeinträchtigungen als Folge von mangelnder Aufsicht und Organisationsverschulden hätten sowohl das Badpersonal als auch der Samtgemeindebürgermeister persönlich haftbar gemacht werden können. Weiterreichende Lockerungen hätten einen erhöhten, mit den vorhandenen Kräften nicht leistbaren Aufwand verursacht. Andere Bäder hätten teils mehr Personal gehabt; auch das gehöre zur Wahrheit.

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