Grundschüler ernten, teilen und kosten

Schärfe der Radieschen sagt nicht allen zu

So richtig üppig fiel die Ernte der ersten Radieschen nicht aus. Die Ausbeute wurde aber brüderlich geteilt.
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So richtig üppig fiel die Ernte der ersten Radieschen nicht aus. Die Ausbeute wurde aber brüderlich geteilt.

Harpstedt – Wie gedeiht der Feldsalat? Wann ist mit den Möhren zu rechnen? Regelmäßig schauen kleine „Hobbygärtner“ nach dem Rechten. Gut einen Monat nach der Bepflanzung eines Hochbeetes, das die Grundschule Harpstedt im Zuge einer Verlosung des Kreislandfrauenverbandes Grafschaft Hoya und des Vereins „Kochen mit Kindern“ gewonnen hatte, konnten die Kiddies aus der nachschulischen Betreuung den ersten Ertrag einfahren.

Etwa 20 Radieschen hatten die Erntereife erreicht. Nicht eben viel. Die Mädchen und Jungen teilten brüderlich. Schüler, die ebenfalls probieren wollten, kamen sogar noch dazu.

Die Meinungen über den Geschmack gingen auseinander, erzählt die pädagogische Mitarbeiterin Heike Möhlenhoff: „Einige Kinder fanden die Radieschen nicht lecker und liefen gleich mit den Worten ,Zu scharf, ich brenne!’ zu ihrer Trinkflasche. Andere waren von ihren Mamas auf die Schärfe hingewiesen worden, probierten trotzdem und wollten gar nicht mehr aufhören. Schön, dass wir auf dem Schulgelände nun in einem kleinen Rahmen Gemüse anbauen können, das vielleicht nicht jedes Kind von zu Hause kennt.“

Wir konnten quasi beim Wachsen zugucken und dann ernten.“

Heike Möhlenhoff

Ein Kürbisbeet hat sich dem Hochbeet inzwischen hinzugesellt. Hausmeister Matthias Wachendorf bereitete die Fläche für die Saat vor, mähte, grub um und entkrautete. Mit Feldsteinen soll das Beet noch eingefasst werden, damit es auch optisch etwas hermacht.

Großen Spaß bereitete den Kindern die Suche nach erntereifen Radieschen.

Das Pflanzen der Kürbiskerne übernahmen die Kinder. Das Hochbeet kam dafür natürlich nicht in Betracht, weil Kürbisse bis zur Erntereife bekanntermaßen gewaltige Größen erreichen können. Das Kürbisbeet sei mit Hornspänen angereichert worden, erläutert Heike Möhlenhoff. „Dabei gab es Wissenswertes über die Herstellung und Verwendung dieses besonderen Düngers zu erfahren. Im Kompost entdeckten die Kinder viele kleine nützliche Helfer. Jetzt sind natürlich alle ganz gespannt auf die Ausbeute – auch darauf, wie groß die Kürbisse werden.“

Nützliche kleine Helfer im Kompost weckten Interesse.

Das Saatgut einschließlich der Kürbiskerne gehörte zum Gewinn, den die Teilnahme an der Verlosung der Grundschule eingebracht hatte. Die Landfrauen lieferten sozusagen das All-inclusive-Paket. Hegen und Pflegen müssen die Schülerinnen und Schüler ihr eigens bepflanztes Hochbeet selbst.

Der Aufwand hält sich in engen Grenzen. „Die Kinder haben immer wieder geschaut, wie sich das Gemüse entwickelt. Viel Arbeit gab es aber nicht. Das Hochbeet hat sich als sehr pflegeleicht erwiesen. Offenbar war es mit sehr guter Erde befüllt worden. Weil es genug regnete, mussten wir kaum gießen. Mit Kraut haben wir nichts zu tun gehabt“, berichtet Heike Möhlenhoff. Schmunzelnd fügt sie hinzu: „Wir konnten quasi beim Wachsen zugucken und dann ernten.“

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