Zeitnaher Ersatz nötig

TLF 3000 versagt immer wieder seinen Dienst

Nach Ehrungen und Beförderungen: Harpstedts stellvertretender Ortsbrandmeister Christoph Windhusen, Samtgemeindebürgermeister Herwig Wöbse, der frühere Ortsbrandmeister Rolf Ranke (verabschiedet in die Altersabteilung), Wolfgang Müller, Dennis König, Lukas Landgraf, Marlon Landgraf, Jana Siemers, Marius Kräkel, Gemeindebrandmeister Nico Sparkuhl (befördert), der erste stellvertretende Kreisbrandmeister Frank Hattendorf und der neue Ortsbrandmeister der Freiwilligen Feuerwehr Harpstedt, Thomas Heuermann.
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Nach Ehrungen und Beförderungen: Harpstedts stellvertretender Ortsbrandmeister Christoph Windhusen, Samtgemeindebürgermeister Herwig Wöbse, der frühere Ortsbrandmeister Rolf Ranke (verabschiedet in die Altersabteilung), Wolfgang Müller, Dennis König, Lukas Landgraf, Marlon Landgraf, Jana Siemers, Marius Kräkel, Gemeindebrandmeister Nico Sparkuhl (befördert), der erste stellvertretende Kreisbrandmeister Frank Hattendorf und der neue Ortsbrandmeister der Freiwilligen Feuerwehr Harpstedt, Thomas Heuermann.

Harpstedt – Als „Sorgenkind“ der Freiwilligen Feuerwehr Harpstedt entpuppt sich das im Jahr 2000 in Dienst gestellte Tanklöschfahrzeug 3000. Das klang in der Jahreshauptversammlung an.

Wegen der Größe des Löschbezirks und des nicht unerheblichen Einsatzaufkommens kann die Wehr für die Sicherstellung des Brandschutzes nicht auf das TLF verzichten. Schäden und technische Mängel häufen sich aber mittlerweile. In den vergangenen Jahren fiel das Fahrzeug vermehrt aus, teils sogar über längere Zeiträume. Schäden als Folge von starkem Rostbefall, Rissen und Brüchen erweisen sich als kaum mehr reparabel. Unter anderem mit der Übernahme der Herstellerfirma Metz durch Rosenbauer hängen Probleme zusammen, Ersatzteile für das TLF zu bekommen; sie werden nicht mehr vorgehalten. Das Ortskommando hält eine zeitnahe Ersatzbeschaffung für zwingend erforderlich.

Zahl der Einsätze geht um neun auf 45 zurück

Einsatzgeschehen 2020: 46 Einsätze (neun weniger als im Vorjahr), darunter vier Verkehrsunfälle, 30 Hilfeleistungen und zwölf Brandeinsätze.

Stärke der Feuerwehr Harpstedt (Stand Ende 2020): 117 Mitglieder; Aktive: 66, Nachwuchsbrandschützer in der Jugendfeuerwehr: 19, Feuerwehrsenioren: 32.

Neuaufnahmen aus der Jugendfeuerwehr in die Einsatzabteilung der Feuerwehr: Lukas Landgraf und Marlon Landgraf.

Beförderungen: Dennis König (zum Hauptfeuerwehrmann), Marius Kräkel (zum Oberlöschmeister), Nico Sparkuhl (zum Brandmeister).

Geehrt für langjährige Feuerwehrzugehörigkeit: Jana Siemers (25 Jahre) und Wolfgang Müller (50 Jahre).

Personelle Veränderungen bei den Funktionen/Aufgaben als Folge der Wahl von Thomas Heuermann zum neuen Ortsbrandmeister: Björn Sienknecht ist nun Gruppenführer im ersten Zug – und Dennis Noll jetzt Atemschutzgerätewart (Nachfolger für Björn Sienknecht).

Im Einsatzgeschehen 2020 hat die Freiwillige Feuerwehr Harpstedt 14 Menschen bei Verkehrsunfällen und Hilfeleistungen „gerettet“. Dabei handelte es sich überwiegend um aus Fahrzeugen befreite Personen, die eingeklemmt waren.

Schrittweise vollzieht sich die Ausstattung mit der neuen Einsatzkleidung, die gegenüber der alten sehr viele Vorteile bietet; auch die ersten Aktiven aus der Harpstedter Einsatzabteilung haben sie schon erhalten. Der neue Ortsbrandmeister Thomas Heuermann kam auf die rasante Entwicklung der sozialen Medien zu sprechen. Als Folge davon stehe die Feuerwehr unter ständiger Beobachtung. Vor diesem Hintergrund habe sie schon seit etwa zwei Jahren ein Team für die Öffentlichkeitsarbeit, das bei der Preisgabe von Informationen „nach außen“ Rücksicht auf die Unfallopfer und Angehörigen nehme.

Eine besondere Ehrung wurde dem früheren Ortsbrandmeister Rolf Ranke aus Anlass seines Wechsels in die Altersabteilung zuteil. Er erhielt die Ehrennadel des Oldenburgischen Feuerwehrverbandes.

Hinter der Ortswehr liegt ein Jahr voller Veränderungen. Seinen Start als Nachfolger von Eric Hormann auf dem Ortsbrandmeisterposten hatte sich Thomas Heuermann komplett anders vorgestellt. Kaum im Amt, kam der Lockdown, kamen Verordnungen und Regelwerke, mit denen er sich vertraut machen musste, weil sie zwingend umzusetzen waren.

Die Einschnitte hätten tiefer kaum sein können: Der Übungsbetrieb musste pandemiebedingt ruhen und Veranstaltungen zwingend ausgesetzt werden. Im Einsatzgeschehen griffen nie da gewesene Hygienevorschriften. Als sich die Zahl der Corona-Infektionen im Sommer 2020 deutlich reduzierte und grünes Licht für Dienste in kleinen Gruppen kam, keimte Hoffnung auf, aber nur kurz: Der zweite Lockdown ab Herbst machte einen normalen Dienstalltag abermals unmöglich. Und nicht nur das: Die Pandemie brachte zudem die Kameradschaftspflege zum Erliegen. Was blieb, war die Möglichkeit, Übungsdienste in der Theorie online abzuhalten. Das sei Neuland für alle Beteiligten gewesen, aber mit Bravour gemeistert worden, sagte Heuermann.

In einem Kurzfilm von Jannik Stiller schilderten Einsatzkräfte ihre Eindrücke und Erlebnisse in der Coronazeit. Ausdrücklich würdigte Heuermann die Initiative und Unterstützung der Feuerwehr Harpstedt im Hochwassergebiet im Ahrtal, wohin knapp 100 IBC-Container für die Brauchwasserversorgung gebracht worden waren.

Mit Freude nahmen die Brandschützer ein Schreiben zur Kenntnis, aus dem Dank sprach, weil zahlreiche Feuerwehrkräfte im Mai das komplette Abbrennen eines Hauses an der Breslauer Straße in Harpstedt verhindert hatten (unsere Zeitung berichtete über den Einsatz).

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