SERIE Harpstedter Brandschützer stellen Fuhrpark vor

Mehr als nur „rot“ und „mit Blaulicht“

Ausgesprochen wirkungsvoll in Szene gesetzt: der Fuhrpark der Freiwilligen Feuerwehr Harpstedt.
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Ausgesprochen wirkungsvoll in Szene gesetzt: der Fuhrpark der Freiwilligen Feuerwehr Harpstedt.

Harpstedt – Mal ehrlich, liebe Leserinnen und Leser, was assoziieren Sie mit einem Feuerwehrfahrzeug? Sicherlich die Warn- und Signalfarbe Rot, Blaulicht und Martinshorn. Vielleicht auch noch Pumpen, Strahlrohre und Leitern. Und sonst? Können Sie MTF, TLF, HLF und LF wirklich voneinander unterscheiden? Oder treiben Ihnen schon die Abkürzungen ein Runzeln auf die Stirn?

Die Fahrzeuge „halten“ heutzutage zwischen 25 und 30 Jahren. Dann müssen sie erneuert werden, aber längst nicht jeder Einwohner kennt die Ausstattung und die genaue Funktion, die er letztlich mit seinen Steuern mitfinanziert. Hier möchte die Freiwillige Feuerwehr Harpstedt ein wenig Aufklärungsarbeit leisten. Von heute an stellt sie in Kreiszeitung und Wildeshauser Zeitung ihren Fuhrpark vor. Den Anfang in der Serie macht das Mannschaftstransportfahrzeug, das MTF, mitunter im alltäglichen Sprachgebrauch auch MTW – für Mannschaftstransportwagen – genannt.

Dahinter verbirgt sich mehr als ein schnöder Kleinbus für Transportzwecke. Gleichwohl dient das MTF hauptsächlich der Beförderung von Personal und Material zur Einsatzstelle. Zusatzausstattung lässt eine Nutzung zwecks Koordinierung und Abarbeitung kleinerer Einsätze zu. Eingebaute Technik wie Bildschirme und Laptop ermöglichen die Dokumentation einsatztaktischer Maßnahmen. Im Fahrzeug verbaute Funkgeräte erfüllen den Zweck, mit verschiedenen Digitalfunk-Rufgruppen kommunizieren zu können. Das ist auch von Bedeutung im überörtlichen Arbeiten mit Feuerwehren aus dem Landkreis Diepholz. Die nutzen nämlich eine andere Rufgruppe als die Brandschützer im Kreis Oldenburg.

Um autark an Einsatzstellen agieren zu können, verfügt das MTF über einen Stromerzeuger. Etwa bei Sturmeinsätzen leistet es unter bestimmten Umständen als Erkundungsfahrzeug wertvolle Dienste: Im Falle einer hohen Anzahl von Einsatzorten, bedingt durch Unwetter, kann eine Einsatzkraft die entsprechenden Stellen sichten und weitere Maßnahmen einleiten.

Rucksack mit medizinischer Ausrüstung

Auch der AED der Feuerwehr Harpstedt, der automatisierte externe Defibrillator, ist im MTF untergebracht. Er garantiert bei lebensbedrohenden Zwischenfällen im Verlauf von Einsätzen schnelle Hilfe. Der AED gibt Schritt für Schritt eine genaue Anleitung, wie das Gerät bei Herzkammerflimmern anzuwenden ist. Zusätzlich alarmiert die Großleitstelle Oldenburg bei erforderlicher Reanimierung Feuerwehrmitglieder mit rettungsdienstlicher Ausbildung zur Unterstützung des Rettungsdienstes und Einleitung erster Maßnahmen. Ein Rucksack mit dafür benötigter medizinischer Ausrüstung hat im Mannschaftstransportfahrzeug ebenfalls seinen Platz.

Das Harpstedter MTF, ein Mercedes-Benz-Sprinter, ist 2017 beschafft worden (es löste damals den „Vorgänger“ aus dem Jahr 1996 ab) und hört sozusagen auf den Funkrufnamen „Florian Oldenburg Land 14-17-04“.  eb/boh

Schon seit 2017 im Einsatz: das MTF.

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