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Musik verbindet Chöre aus Harpstedt und Engelsdorf seit 30 Jahren

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Das Völkerschlachtdenkmal durfte als Besichtigungsziel im Besuchsprogramm nicht fehlen.
Das Völkerschlachtdenkmal durfte als Besichtigungsziel im Besuchsprogramm nicht fehlen. © Rolf Ernestus

Harpstedt/Engelsdorf – Die Eingemeindung der vormals eigenständigen Gemeinde Engelsdorf in die Stadt Leipzig läutete vor vielen Jahren den Anfang vom Ende der Partnerschaft mit der Samtgemeinde Harpstedt ein. Etwas aber ist geblieben: Der Gemischte Chor Harpstedt und die Chorgemeinschaft Engelsdorf pflegen und leben weiterhin ihre Vereinspartnerschaft. Musik verbindet eben.

Kürzlich sind die Harpstedter nach einem mehrtägigen Besuch bei ihren ostdeutschen Freunden aus Sachsen zurückgekehrt. „Dona nobis pacem! Gib uns Frieden!“ – diesen dreistimmigen Kanon hatten Gäste und Gastgeber gemeinsam im großen Saal des Gewandhauses unter der Leitung von Steffen Akkermann gesungen, als sich dazu im Rahmen einer Führung durch das weltberühmte Konzerthaus, das zu den besten überhaupt zählt, eine Gelegenheit bot. Daraus sprach vor dem Hintergrund des Krieges in der Ukraine die Sehnsucht nach einem bald wieder friedlichen Europa.

Tags zuvor ging es um längst vergangene kriegerische Handlungen: Nach einer Stadtrundfahrt durch Leipzig wurde das Völkerschlachtdenkmal besucht. „Anselm, ehemaliger Chorleiter der Engelsdorfer und auch in Harpstedt bekannt, führte uns als jetziger Direktor der Leipziger Museen durch das riesige Gebäude. Hier wurde auf der Sängergalerie in der riesigen Ruhmeshalle unter der Leitung von Chorleiterin Katharina Hesse gesungen. Mit einem Nachhall von bis zu acht Sekunden“, verrät Steffen Akkermann, Dirigent des Gemischten Chors Harpstedt. „Am Freitag- und Samstagabend“, so fügt er hinzu, „gab es ein gemütliches Beisammensein mit ausgewählten Speisen und Getränken. Natürlich auch mit Chorgesang. Wir Gäste haben in diesem Rahmen zwei Lieder zu Gehör gebracht.“

Resümee in Versen

Obendrein kleidete Akkermann in einem Stück zur Melodie von Reinhard Meys „Über den Wolken“ die 30-jährige Geschichte der Chorpartnerschaft in Verse; dieses gesangliche Resümee kam natürlich an. Schon Kultstatus genießen Akkermanns Neudichtungen auf Grundlage von Otto Reuters „Nehm’ Se‘n Alten“. Diesmal lautete der Tenor des modifizierten Textes: „Nehm’ Se‘n Sänger“.

Mit dem Zug machten sich die Gäste aus Harpstedt am Sonntagnachmittag auf die Heimreise. Ihrer Chorvorsitzenden bescheinigten sie eine perfekte Organisation.

Den Beteiligten bleibt der Besuch in Leipzig als „hervorragend gestaltetes Chorwochenende“ in Erinnerung. Der Gemischte Chor Harpstedt werde sich richtig Mühe geben müssen, wenn der Gegenbesuch anstehe, hieß es.

Einen Wunsch zur Chorpartnerschaft hatte Akkermann auch in petto und auf den Lippen: „Mög’ sie weiterhin im Frieden besteh’n und wir lang‘ uns noch seh‘n!“

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