„Charly für ‘ne Mark“

Museumsdorf bringt das Buch zum „Stein“ heraus

„Eine Disco im Museum“ lautet der Untertitel des von Dr. Julia Schulte to Bühne verfassten Buchs „Charly für 'ne Mark“, das sich der Kultdisco „Zum Sonnenstein“ in der Ära Sengstake widmet.
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„Eine Disco im Museum“ lautet der Untertitel des von Dr. Julia Schulte to Bühne verfassten Buchs „Charly für ne Mark“, das sich der Kultdisco „Zum Sonnenstein“ in der Ära Sengstake widmet.

Harpstedt/Cloppenburg – In Medienberichten über die ehemalige Harpstedter Disco „Zum Sonnenstein“ haben sich die früheren Betreiber Gunda und Klaus Sengstake schon oft wiedergefunden. Jetzt ziert ein altes Bild von ihnen als Eyecatcher den Einband eines Buches von Dr. Julia Schulte to Bühne, der soeben aus dem Amt geschiedenen – bisherigen – Museumsdirektorin des Museumsdorfs Cloppenburg.

Allein diese Informationen lassen im Zusammenhang mit dem Buchtitel „Charly für ‘ne Mark“ und dem Untertitel „Eine Disco im Museum“ schon erahnen, dass sich das 303-seitige Werk mit vielen Abbildungen dem „Stein“ widmet – der Vergangenheit, aber auch der Zukunft.

Mit der „Versetzung“ ins Museumsdorf Cloppenburg und dem originalgetreuen Wiederaufbau dort ist ein neues Kapitel aufgeschlagen worden: Der „Sonnenstein“ begründet als „transloziertes“ erstes Gebäude einen künftigen Museumsabschnitt, der die Geschichte der Nachkriegszeit im Weser-Ems-Gebiet abbilden will.“

„Zappeltempel“ und Jugendkultur

Die Autorin unterstreicht das Alleinstellungsmerkmal. Eine Diskothek, die in ein Freilichtmuseum versetzt worden ist, sei bisher einmalig in der europäischen Museumslandschaft: „Sie ist dort in authentischem Zustand der 1980er-Jahre den Besuchenden zugänglich. Komplett eingerichtet mit originaler Musik- und Lichtanlage, beleuchteter Tanzfläche, Barhockern und Biergläsern, lädt die Landdiskothek zu einer Zeitreise in die schillernde Welt der 80er-Jahre ein.“ Die Historie des „Steins“ bettet die Autorin in einen größeren kulturhistorischen Zusammenhang ein; sie beleuchtet dabei die Entwicklung der Diskotheken von der Nachkriegszeit bis in die beginnenden 1990er-Jahre und den damit einhergegangenen Wandel der Jugendkultur.

In einem „Objektteil“ lässt sie obendrein sozusagen Originalgegenstände aus dem „Sonnenstein“ – basierend auf Interviews mit Betreibenden, Angestellten und Gästen – ihre Geschichte(n) erzählen. Das Buch mit der ISBN 978-3-938061-46-6 (dabei handelt es sich um Band 50 der „Materialien und Studien zur Volkskultur und Alltagsgeschichte Niedersachsens“) ist für 24,80 Euro erhältlich – im Buchhandel und auch im Museumsdorf.

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