Neben Kampfkunst künftig auch Fitnessangebote

Budo-Sportakademie stellt sich breiter auf

Um Fitnessangebote erweitert die Budo-Sportakademie Harpstedt am Amtmannsweg demnächst ihr Programm. Von links: Betreiber Olaf van Ellen sowie Michaela Fechtmann und Britta Kaiser.
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Um Fitnessangebote erweitert die Budo-Sportakademie Harpstedt am Amtmannsweg demnächst ihr Programm. Von links: Betreiber Olaf van Ellen sowie Michaela Fechtmann und Britta Kaiser.

Harpstedt – Während der Coronakrise hat die Budo-Sportakademie Harpstedt große Herausforderungen meistern müssen. Von daher passt der Slogan „Lockdown Survivor“ durchaus. Je ein T-Shirt mit eben diesem Aufdruck haben alle Mitglieder, die der Sportschule in der Pandemie nicht den Rücken kehrten, als Treuegeschenk erhalten.

Stefan Doersch ist inzwischen nicht mehr Mitinhaber. Olaf van Ellen betreibt die „Akademie“ am Amtmannsweg 28 bis 30 seit dem 1. April als Einzelunternehmer allein. Und zwar im Nebenerwerb. Deshalb bekam der 53-Jährige, der im Hauptberuf als Air-Traffic-Manager bei der Flugsicherung in Bremen arbeitet, keine staatlichen Coronahilfen. „Wir haben uns im Guten getrennt“, sagt er zum Ausscheiden von Stefan Doersch. „Stefan widmet sich neuen Projekten und bleibt nun noch bis zu den Sommerferien angestellter Trainer.“

Jungen Trainer aus Schortens ins Boot geholt

Den Sportbetrieb in Harpstedt kann van Ellen unmöglich allein wuppen. Als zusätzlichen Trainer hat er sich deshalb Denis Pitkowski aus Schortens ins redensartliche Boot geholt. Der 20-Jährige soll zunächst in Kickboxen und Jiu-Jitsu einsteigen. Zusätzlich schult ihn van Ellen, seines Zeichens Bundestrainer im Atemi Combat System (ACS), in dieser besonderen Kampfkunst, die Nervenpressur- mit Tritt-, Schlag- und Hebeltechniken kombiniert. Das Ziel: „Der Neue“ soll im ACS ebenfalls eine Trainerqualifikation erlangen.

„Power Yoga“ und „Aerobic Dance“

Konzeptionell stellt sich die Budo-Sportakademie breiter auf: Zu den Kampfkünsten sollen sich „Power Yoga“, „Bauch, Beine, Po“, „Aerobic Dance“ und das Best-Ager-Training „Fit im Alter“ hinzugesellen. Als Übungsleiterin deckt Michaela Fechtmann (60) aus Klein Ippener diesen Bereich ab. Zusammen mit Britta Kaiser leitete sie bis 2017 das Studio „Deltha Fitness“ an der Twistringer Straße in Delmenhorst. Ihr eigener Enkel Nico (11) mischt wiederum bei den „Ninjas“ der Budo-Sportakademie Harpstedt mit, einer Jiu-Jitsu-Selbstverteidigungsgruppe für ab Zehnjährige. Dadurch kam der Kontakt zu Olaf van Ellen zustande.

Anfang September starten wir mit den Fitnessangeboten. Fürs Erste beschränken wir uns auf zwei.“

Olaf van Ellen

Der Sportschulenbetreiber bemüht sich im Moment noch darum, Britta Kaiser –nicht nur als Vertretung für Michaela Fechtmann – zusätzlich ins Team zu holen. Sie lehrt Thai Bo, Aerobic mit Kampfkunstelementen. Dieser Sport würde ausgezeichnet ins Gesamtkonzept passen.

„Anfang September starten wir mit den Fitnessangeboten. Fürs Erste beschränken wir uns auf zwei. Welche das sein werden, steht noch nicht fest“, sagt van Ellen. Zunächst werde die Nachfrage sondiert. Wer „Power Yoga“ (Yoga mit Workout-Charakter) oder eins der anderen Angebote wahrnehmen möchte, kann sein Interesse unter Telefon 0178/263 55 36 unverbindlich bekunden. Die Teilnahme setzt eine Mitgliedschaft voraus. Der Monatsbeitrag bewegt sich bei 40 Euro. Wer schon in einer der Selbstverteidigungsgruppen mitmischt, kann durch Zahlung eines (niedrigeren) Zusatzbeitrages auch ins Fitnesstraining einsteigen.

Offene Türen am 18. September

Den nächsten Tag der offenen Tür hat die Budo-Sportakademie bereits terminiert – auf Sonnabend, 18. September, 13 bis 17 Uhr. Bei dieser Gelegenheit werden auch die neuen Sportangebote der interessierten Öffentlichkeit vorgestellt. Männer dürfen sich dann ebenfalls zum aktiven Mitmachen ermuntert fühlen. In Kurse, die Michaela Fechtmann im „Deltha Fitness“-Studio leitet, „verirren“ sich immer mal wieder auch Herren der Schöpfung, lässt sie schmunzelnd durchblicken. Es dürften für ihren Geschmack durchaus einige mehr sein.

Inzwischen dürfen wir mit Hygienekonzept und auf Abstand wieder gruppenweise indoor trainieren.“

Olaf van Ellen

Die Idee, sich zusätzlich auf die Fitnessschiene zu wagen, spukte van Ellen schon länger im Kopf herum. Er wollte die ihm in Harpstedt zur Verfügung stehenden Räume besser auslasten. Allerdings kamen nur Kurse in Betracht, bei denen nicht das Risiko bestand, dass die Matten für die Kampfkünste Schaden nehmen.

Der Übungsbetrieb in Jiu-Jitsu, Kickboxen und ACS hat sich nach coronabedingten Präsenztrainingspausen und vielen Einschränkungen normalisiert. „Die jüngsten Prüfungen in den einzelnen Kampfkünsten haben unsere Schüler anders als gewohnt absolviert. Die Abnahme erfolgte im Rahmen des laufenden Trainings. Sonst geschieht das an einem Prüfungstag, der für gewöhnlich ein großes Event auch für die Angehörigen ist. Inzwischen dürfen wir mit Hygienekonzept und auf Abstand wieder gruppenweise indoor trainieren“, erläutert van Ellen.

Wir haben uns im Guten getrennt.“

Olaf van Ellen

Betrieb herrscht montags und mittwochs am Amtmannsweg. Die Kinder lernen Jiu-Jitsu. Für die Minis im Alter von drei bis sechs Jahren, die „Kampfkunstmäuse“, gibt es montags ein Selbstbehauptungs-Anfängertraining, „eine Art Lebensschule“, so Olaf van Ellen. In das Kickboxen können Jugendliche einsteigen, die mindestens zwölf Jahre alt sind. „Atemi Combat“ bleibt indes Erwachsenen vorbehalten. „Ich habe tatsächlich jetzt einen 17-Jährigen in der Gruppe. Da machen aber auch der Papa und die Mama mit. Von daher ist das okay für mich“, sagt van Ellen.

Die Altersgrenze sei schon nötig. Es bedürfe durchaus einer gewissen geistigen Reife, damit insbesondere die Nervendrucktechniken nicht missbräuchlich, sondern verantwortungsbewusst angewandt würden, weiß der Sportschulenbetreiber.

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