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„Versteckt euch nicht, wenn’s brennt!“

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Von: Jürgen Bohlken

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„Im Einsatzfall schleppt er etwa 35 Kilogramm an Ausrüstung mit“, sagte Klaus Stiller (l.), auf seinen Sohn Jannik (r.) deutend. Beide sind Berufsfeuerwehrmänner, engagieren sich aber auch ehrenamtlich in der Freiwilligen Feuerwehr Harpstedt. Am Montag empfingen sie in zeitlichen Abständen die drei dritten Klassen der örtlichen Grundschule zur „Brandschutzerziehung“, darunter die 3c mit Lehrerin Annika Schamberger.
„Im Einsatzfall schleppt er etwa 35 Kilogramm an Ausrüstung mit“, sagte Klaus Stiller (l.), auf seinen Sohn Jannik (r.) deutend. Beide sind Berufsfeuerwehrmänner, engagieren sich aber auch ehrenamtlich in der Freiwilligen Feuerwehr Harpstedt. Am Montag empfingen sie in zeitlichen Abständen die drei dritten Klassen der örtlichen Grundschule zur „Brandschutzerziehung“, darunter die 3c mit Lehrerin Annika Schamberger. © Bohlken

Harpstedt – Welche Aufgaben die Feuerwehr habe? „Retten, bergen, löschen, schützen“, kam die Antwort wie aus der Pistole geschossen. Die drei dritten Klassen der Grundschule Harpstedt, die sich am Montag nacheinander im Harpstedter Feuerwehrhaus einfanden, um sich von Klaus Stiller und seinem Sohn Jannik über die Gefahren von Rauch und Flammen sowie das richtige Verhalten im Brandfall aufklären zu lassen, brachten Vorwissen mit. Das Thema war ihnen aus dem Sachunterricht bereits vertraut.

Gleichwohl konnten die beiden Experten der Feuerwehr Harpstedt das Wissen ergänzen. Die Zahl in der Schlauchwagenbezeichnung SW 1 000 stehe für 1 000 Meter Schlauch, erfuhren die Kinder etwa. „Das dürfte fast bis zur Schule reichen“, schätzte Jannik Stiller.

Sein Vater Klaus öffnete kurz darauf eine Tür, aus der „Qualm“ entwich. Er gab sogleich Entwarnung: „Das ist nur Disconebel. Ungefährlich.“ Wenn’s wirklich brenne, sei der Rauch oft schwarz und außerordentlich giftig. Möglichst ins Freie gehen, die Eltern auf den Brand hinweisen, um Hilfe rufen oder auch die Nachbarn darum bitten, den Notruf 112 zu wählen, bekamen die Drittklässler geraten. „Auf keinen Fall dürft ihr euch in einer brennenden Wohnung verstecken“, mahnte Klaus Stiller. „Wenn wir den Notruf wählen müssen, haben wir Glück“, merkte ein Mädchen an. „Bei uns gibt es in fast jedem Zimmer ein Telefon.“

Dass die Löschung eines Brandes Schwerstarbeit ist, führte Jannik Stiller den Kindern vor Augen, als er sich ihnen in voller Montur unter Atemschutz präsentierte, während sein Vater verriet, welche Lasten Kameraden im Brandfall mit sich herumschleppen: „Das wiegt etwa 35 Kilogramm.“ Der Sirenenalarm wurde mit einer Handsirene nachempfunden. Das Ausrücken eines Einsatzfahrzeugs mit Blaulicht und Martinshorn durfte natürlich nicht fehlen. Ein Puppenhaus diente zur Veranschaulichung der Rauchausbreitung in einem Gebäude.  

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