Baustopp an der neuen Mooshütte

Ein Dach auf Metallgestellen ist bisher alles, was von der neuen Hütte zu sehen ist. Foto: backhaus
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Ein Dach auf Metallgestellen ist bisher alles, was von der neuen Hütte zu sehen ist.

Harpstedt - Von Katia Backhaus.  Vor acht Monaten brannte die Mooshütte am Harpstedter Redekerweg, Treffpunkt für zahlreiche Gruppen und Vereine, komplett nieder. Die Polizei ging damals von Brandstiftung aus. Nun soll die Hütte wieder aufgebaut werden - fertig ist bisher allerdings nur die Holzkonstruktion für das Dach.

Die Meldung bei der Polizei ging an einem Sonntagmorgen Ende Mai 2018 ein: Die Mooshütte in Harpstedt sei in der Nacht abgebrannt. Feuerwehrleute konnten nur noch nach Glutnestern schauen, der Unterstand im Amtsacker-Wald war komplett zerstört.

Zahlreiche Gruppen und Vereine nutzten die Hütte als Treffpunkt für Aktivitäten, auch für Spaziergänger war sie ein willkommener Unterstand bei Regen oder Schnee. Im Flecken habe es demzufolge „keine große Diskussion“ darum gegeben, ob die Mooshütte wieder aufgebaut werden sollte, sagt Jens Hüfner, stellvertretender Gemeindedirektor. Der Verwaltungsausschuss habe dies „relativ zeitnah“ zum Brand im vergangenen Jahr beschlossen. Flecken-Bürgermeister Stefan Wacholder erläutert, für die Kosten komme der Flecken Harpstedt auf, der von der Versicherung Geld erhalten habe.

Die Mooshütte soll nun laut Hüfner in „gleichartiger Form“ zum alten Unterstand neu entstehen. Doch aktuell ist nur eine Dach-Holzkonstruktion zu sehen, die auf Metallständern ruht. Sergiu Plesa von der Firma Schultze Holzbau ist für den Wiederaufbau der Hütte zuständig. Am 18. Januar hätten die Arbeiten begonnen, derzeit gehe es aber wegen der Minustemperaturen nicht weiter.

Verkohlt: Die Hütten-Überreste im Mai 2018.

Als nächstes müssten die Fundamente gegossen werden, sagt Plesa, doch wegen des Frosts könne der Beton nicht verarbeitet werden. So lange es also so kalt bleibt wie derzeit - laut dem Online-Wetterdienst wetter.de soll es noch bis zum Wochenende jede Nacht frieren - stehen die Arbeiten im Amtsacker-Wald still. „Das ist natürlich keine Großbaustelle“, sagt Hüfner zur Frage, wie lange es noch dauert, bis die Mooshütte wieder steht. Plesa schätzt, dass sein Team die Restarbeiten in sieben oder acht Tagen erledigen kann, wenn es das Wetter zulässt.

Eine Frage ist allerdings noch offen: Ob das Dach des Unterstands wie bisher mit Reet gedeckt wird, können weder Hüfner noch Plesa sagen. Noch sei dieser Punkt nicht entschieden. Möglicherweise haben die Überlegungen rund ums Thema Dach auch mit den Erfahrungen der vergangenen Jahre zu tun. Im Juli 2003 hatten Brandstifter das Reetdach der Hütte angezündet. Auch wenige Jahre zuvor, im Mai 1999, hatte der Flecken in das Dach investiert: 7 000 Mark plante die Verwaltung damals dafür ein.

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